Direkt zum Inhalt

Kinder in der Medienwelt

- Was Eltern darĂĽber wissen sollten

Zwei Kinder am Rechner
Freizeit und Erholung
© Ingo Bartussek - Fotolia.de
von Alexandra von PlĂĽskow - Kaminski

Schon frĂĽhzeitig werden unsere Kinder mit Medien konfrontiert. Doch - ab wann darf ein Kind mit Medien in BerĂĽhrung kommen und mit welchen? Erste Antworten liefert der folgende Beitrag.

Lesedauer:
3 min

Welchen Stellenwert nehmen Medien in unserem Leben ein?

Eltern sollten sich frühzeitig mit der Frage beschäftigen, welche Rolle Medien im eigenen Alltag spielen, bevor sie ihrem Kind den Zugang dazu ermöglichen. Wann läuft zum Beispiel das Autoradio – ständig oder nur zur Überbrückung langer Fahrten? Wie häufig nutzen Eltern selbst Tablet oder Smartphone, und zu welchem Zweck: zur Information oder zur Unterhaltung? Läuft der Fernseher dauerhaft im Hintergrund oder werden gezielt ausgewählte Sendungen geschaut?

Wenn Eltern ihre eigenen Mediengewohnheiten reflektiert haben, können sie bewusst entscheiden, wie sie ihr Kind an Medien heranführen möchten.


Altersempfehlungen

Grundsätzlich gilt: Kinder unter drei Jahren sollten weder fernsehen noch Computer nutzen – auch dann nicht, wenn ältere Geschwister vorhanden sind. Für ältere Kinder werden folgende Richtwerte empfohlen (Quelle: schau-hin.info):

  • 3–5 Jahre: maximal 30 Minuten pro Tag
  • 6–9 Jahre: maximal 45 Minuten pro Tag
  • ab 10 Jahren: maximal 60 Minuten pro Tag

Ausnahmen – etwa ein gemeinsamer Familienfilm oder eine Kindersendung am Wochenende – sind möglich, sollten aber bewusst eingesetzt werden.

Auch digitale Spiele sollten gemeinsam genutzt werden und sich an den oben genannten Zeiten orientieren. Viele Spiele richten sich an Vorschulkinder; daher ist es wichtig, die jeweiligen Altersfreigaben zu beachten.

WĂĽnscht sich Ihr Kind eine Spielekonsole, lohnt sich eine Beratung im Fachhandel: Welche Spiele sind sinnvoll? Wie lassen sich Wissensinhalte und SpielspaĂź kombinieren? Austausch mit anderen Eltern kann ebenfalls hilfreich sein.


Welche Medien eignen sich fĂĽr Kinder?

Altersangaben dienen dazu, Kinder vor überfordernden Inhalten zu schützen. Jüngere Kinder können komplexe Handlungen oder eine überladene Bildsprache noch nicht verarbeiten. Durch das gemeinsame Ansehen von Filmen oder Spielen lässt sich schnell feststellen, was geeignet ist.

Das Internet gehört mittlerweile zum Schulalltag, etwa bei Recherchen zu Unterrichtsthemen. Daher sollten Eltern mit ihrem Kind altersgerechte Seiten auswählen und diese nur unter Aufsicht nutzen lassen. Ebenso wichtig ist es, über Gefahren im Netz zu sprechen.

Das Thema Smartphones wird kontrovers diskutiert. Ein eigenes Gerät birgt trotz Sicherungsmaßnahmen Risiken und setzt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein voraus. Viele Kinder können die Komplexität eines Smartphones erst im Jugendalter einschätzen. Für Grundschulkinder eignet sich ein eigenes Gerät daher weniger. Dennoch können Eltern ihrem Kind gelegentlich zeigen, welche Möglichkeiten ein Smartphone bietet – etwa zum Kommunizieren, Lernen oder Lesen über spezielle Apps.


Checkliste: Kinder und Medien

  • Reflektieren Sie: Wie gehen Sie selbst mit Medien um?
  • Kinder unter drei Jahren sollten keine digitalen Medien nutzen.
  • Beachten Sie Zeitbegrenzungen entsprechend der Altersstufe.
  • Lassen Sie Ihr Kind selten allein mit Medien.
  • Bleiben Sie im Gespräch ĂĽber Inhalte und Erlebnisse.

Die Initiative „Schau hin!“ bietet auf ihrer Website zahlreiche Hinweise zur kompetenten Mediennutzung in der Familie.


Zuletzt geändert am 27.02.2026

Beitrag teilen:
Themen:
Mediennutzung
Medienkomsum
Kino
Wirkung
Ăśber den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Alexandra von PlĂĽskow-Kaminski

Alexandra von Plüskow-Kaminski hat mehr als 20 Jahre als Grundschullehrerin gearbeitet und war als Fachberaterin tätig. Dabei war sie u.a. zuständig für die Übergänge von der Kita in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule. Seit März 2022 koordiniert sie das Sprachbildungszentrum Lüneburg.

Weitere Beiträge lesen