Hausaufgabenratgeber

Hausaufgaben Ratgeber

Wie kann man Hausaufgaben meistern - ohne Streit und Nervenkrieg für Eltern und Kind? Tipps und Anregungen finden Sie in unserem Spezial.

Hausaufgaben erledigen ohne Stress!

Beim Thema Hausaufgaben verdrehen sowohl Eltern als auch Kinder meistens gleich die Augen! Ein häufiger Streitpunkt in vielen Familien - aber das muss nicht sein, wenn man versucht, einige Regeln einzuhalten.

Viele Konflikte rund um die Hausaufgaben entstehen aus der Überzeugung, dass diese überflüssig sind. Wie sinnvoll Hausaufgaben sind, ist umstritten. Erwiesen ist aber auch, dass regelmäßiges Wiederholen von Vokabeln oder Rechenaufgaben, das Gehirn trainiert und das Gelernte so gefestigt wird. Regelmäßiges Lernen hat auch den Vorteil, dass man sich besser an strukturiertes Arbeiten gewöhnt, lernt seine Aufgaben selbständig und eigenverantwortlich zu erledigen und nicht in Panik verfällt, wenn dann die Klassenarbeit am Horizont erscheint.

Hier einige Tipps, wie man erfolgreich sich mit Hausaufgaben auseinander setzen kann und für sich gewinnt!

1. Wann ist der beste Zeitpunkt für die Hausaufgaben?

Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wann es am besten lernen kann. Jedes Kind hat seine eigenen Lieblings-Zeiten, an denen das Lernen besonders gut klappt. Manche setzen sich gleich nach der Schule hin, andere brauchen vielleicht erst einmal eine Pause.

Hilfreich könnte ein Wochenplan sein, um zu sehen, wann wieviel Zeit zur Verfügung steht und wo noch Zeit zum Lernen und Wiederholen ist. Viele Kinder haben neben den Hausaufgaben noch andere Termine wie z.B. Sport, Musikunterricht oder Zahnarzttermine, da ist es sinnvoll (auch für Eltern), einen Plan zu haben. Flexibilität ist auch hier auf jeden Fall immer eine Option - weil ein Geburtstag ansteht oder spontan ein Treffen verabredet wurde.

2. In welcher Lernumgebung kann ich am besten Lernen?

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind einen ruhigen und hellen Platz für die Hausaufgaben hat. Die Umgebung sollte frei von Spielsachen sein. Auch Geschwister, Fernseher, Radio und Haushaltsgeräte sollten je nach Kind reduziert oder ganz abgeschaltet werden - sie lenken Ihr Kind ab und ziehen die Aufgaben unnötig in die Länge.

3. Passende und sinnvolle Hilfsmittel zur Verfügung stellen

Verschiedene Methoden und Lernhilfen, wie Mindmaps, Lernkarten oder Online-Lernhilfen, können bei den Hausaufgaben unterstützen. Mit diesen Materialien können Kinder selbst ausprobieren, wie sie am besten lernen und gelangen selbstständig zum Erfolg - das motiviert und macht Spaß.

Der Klassiker zum Vokabeln lernen ist zum Beispiel ein Karteikasten. Gelernte Vokabeln wandern nach hinten in die Box, während Wörter, bei deinen es noch hapert, in der ersten Spalte aufs Wiederholen warten.

4. Kleine Einheiten schaffen

Hausaufgaben in kleine Einheiten einteilen, um Stress so gut es geht zu vermeiden. Begonnen wird immer mit der leichtesten Übung. Das schnelle Abhaken motiviert und "wärmt auf" für die folgenden schwierigen oder ungeliebten Aufgaben.

5. Freiraum bei den Hausaufgaben lassen und Selbständigkeit fördern

Grundsätzlich sollten Schüler ihre Hausaufgaben selbstständig machen, sonst kann die Lehrkraft nicht erkennen, wo noch Defizite und Missverständnisse lauern. Jedoch kann es sein, dass Kinder gerade am Anfang der Schulkarriere noch mehr Unterstützung von ihren Eltern brauchen, um sich in die neuen Strukturen einzufinden.

Seien Sie ansprechbar, aber vermeiden Sie es, direkt neben Ihrem Kind zu sitzen. Das setzt Ihr Kind nur unter Druck und lenkt ab. Besser ist es, die Hausaufgaben nach Fertigstellung gemeinsam durchzusprechen. Je älter Ihr Kind ist, umso mehr sollten Sie sich zurückhalten.

6. Loben - und Fehler zulassen

Mit einem Lob für zügiges und konzentriertes Arbeiten fördern Sie die Motivation Ihres Kindes. Vermeiden sollten Sie hingegen, die Hausaufgaben als Druckmittel zu benutzen. Dadurch werden sie eher negativ wahrgenommen und verursachen Stress. Widerwillen ist so vorprogrammiert.

Akzeptieren Sie auch, wenn Ihr Kind nicht alles auf Anhieb richtig macht. Für den Lehrer sind Fehler eine gute Möglichkeit, nicht Verstandenes zu erkennen und zu wiederholen und somit auch das Lerntempo und Lernschwächen zu erkennen und individuell zu fördern.

7. Neugier wecken

Wenn die Motivation fehlt, wird auch nicht gut gelernt. Hat das Kind jedoch echtes Interesse am Thema, ist die Motivation ein Selbstläufer. Zeigen Sie Ihrem Kind deshalb Beispiele, in welchen Situationen des täglichen Lebens es den erlernten Stoff aus der Schule einsetzen kann. Oder sprechen Sie über Ziele und Berufswünsche, Stärken und Schwächen Ihres Kindes. So bekommt der Schulstoff einen realen Bezug und die Lernziele werden greifbarer.

8. Pausen nicht vergessen

Für optimale Lernerfolge müssen auch Pausen gemacht werden. Jedes Kind kann sich nur eine begrenzte Zeit am Stück konzentrieren.

Für 5- bis 7-Jährige geht man von 15 Minuten aus, für 8- bis 9-Jährige von 20 Minuten. 10- bis 12-Jährige können sich ca. 30 Minuten konzentrieren. Nach dieser Zeit sollten Sie für eine Unterbrechung sorgen. Frische Luft, Bewegung und ein Getränk machen den Kopf wieder frei. Nach der Pause lernt es sich dann wieder umso besser.

9. Hausaufgaben nicht ausufern lassen

Wie lang Ihr Kind an den Hausaufgaben sitzen sollte, ist abhängig von Klassenstufe und Schulform. Erkundigen Sie sich dazu am besten bei dem Lehrer.

Wer feststellt, dass sein Kind täglich zu viel Zeit für die Hausaufgaben benötigt, sollte das Gespräch mit dem Lehrer suchen, um den Ursachen auf den Grund zu gehen.

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