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So können Familien jetzt Strom sparen

Mädchen und Vater packen Geld in eine Spardose
Wissen und Bildung
© Bild von Freepik
von Ulrike Lindner

Ob in der Küche, beim Duschen, im Wohn- oder Kinderzimmer: Steigende Energiekosten und die Klimakrise haben dafür gesorgt, dass Stromsparen gerade in vielen Haushalten auf der Agenda steht. Das Positive: Bei vielen Kindern und Jugendlichen rennen Eltern mit dem Wunsch nach Energiesparen offene Türen ein. Fridays for Future und die immer noch hochaktuelle Diskussion um die schädlichen Folgen fossiler Brennstoffe haben für ein außerordentlich hohes Bewusstsein fürs Strom- und Energiesparen gesorgt.

Lesedauer:
3 min

Mit Kindern über Stromsparen sprechen

Auch jüngere Kinder können für das Thema Stromsparen begeistert werden, wenn Eltern sie aktiv einbeziehen. Da Strom und Energie für Kinder zunächst abstrakt sind, ist es wichtig zu erklären, dass Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt. Er wird zuvor aus Kohle, Öl, Gas, Wind, Wasser oder Sonnenwärme erzeugt. So verstehen Kinder, dass Strom und Energie nicht unbegrenzt verfügbar sind und ein sparsamer Umgang sinnvoll ist.

Der Stromverbrauch lässt sich anschaulich machen – etwa mit einem Strom-Messgerät, das Büchereien oder Stadtwerke verleihen, oder durch einen Blick auf den heimischen Strom- oder Gaszähler. So können Kinder mit eigenen Augen sehen, wie viel Energie verbraucht wird.

Warum Stromsparen sinnvoll ist

Wenn Kinder verstehen, was Energie ist, können Eltern erklären, warum Stromsparen wichtig ist:

  • Weniger Stromverbrauch reduziert klimaschädliche Emissionen und verlangsamt den Klimawandel.

  • Der Energiebedarf von Gas, Öl und Kohle wird verringert, wodurch natürliche Ressourcen geschont werden.

  • Ein geringerer Stromverbrauch entlastet das Familienbudget.

Erste Schritte zum Energiesparen

Ein Energie-Sparplan kann mit einer gemeinsamen Bestandsaufnahme beginnen: Wie energieeffizient ist unser Haushalt aktuell? Welche Möglichkeiten gibt es, Strom zu sparen?

Investition in energiesparende Geräte

Beim Neukauf lohnt es sich, auf energieeffiziente Geräte zu achten:

  • LED-Leuchten

  • Kühlschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler mit niedrigem Energieverbrauch

Diese Geräte sparen langfristig Strom und Kosten.

Stand-by vermeiden und Geräte ausschalten

Viele Geräte verfügen über Stromsparmodi. Außerdem sollten unnötige Geräte wie Ladegeräte, Fernseher oder Lampen ausgeschaltet werden, wenn sie nicht genutzt werden. Steckdosenleisten mit Kippschalter erleichtern dies, da sich mehrere Geräte gleichzeitig abschalten lassen.

Energieeffizient Kochen

In der Küche lassen sich leicht Strom und Energie sparen:

  • Deckel auf den Topf: bis zu zwei Drittel Energieeinsparung

  • Backofen im Umluft-Modus: spart bis zu 15 %

  • Vorheizen vermeiden und Herd/Ofen einige Minuten vor Ende der Kochzeit ausschalten

  • Kühlschrank: Innentemperatur 7 °C, Gefrierfach -18 °C; ein Grad höher spart rund 6 % Energie

Wasser und Energie im Bad sparen

Duschen statt Baden verbraucht wesentlich weniger Wasser und Energie.
Wassersparende Duschköpfe senken den Energieverbrauch für Warmwasser um bis zu 30 %.

Türen und Fenster abdichten

Gut abgedichtete Türen und Fenster verhindern Wärmeverlust, besonders in kalten Monaten. Maßnahmen:

  • Elastische Dichtungsbänder an Türen

  • Vorhänge, Jalousien oder Rollos schließen, um Wärme zu halten

Richtiges Lüften bleibt wichtig: Kurz stoßlüften – Fenster und Innentüren bei ausgeschalteter Heizung fünf Minuten weit öffnen. Danach Heizung wieder einschalten.

Fazit

Mit Stromsparen leisten Familien einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und senken die Energiekosten. Am besten funktioniert es, wenn Eltern und Kinder gemeinsam an einem Strang ziehen. So verbinden sich Nachhaltigkeit und Teamgeist, und die Sparmaßnahmen werden langfristig erfolgreicher umgesetzt.

Zuletzt geändert am 17.02.2026

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Themen:
Strom
Energie
Umwelt
sparen
Geld
Über den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Ulrike Lindner

Ulrike Lindner hat Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste, Berlin, studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin, Werbetexterin und Moderatorin.

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