Alaaf und Helau
Alaaf und Helau
Zurzeit wird allerorts in Deutschland Karneval oder Fasching - wie immer es auch genannt wird - gefeiert. Nicht überall gibt es Umzüge, da liegen die Hochburgen sicherlich im Rheinland. Doch in vielen Sportvereinen, Schulen und Kindergärten sind die Partys schon in vollem Gange, wie das im Einzelnen aussehen kann, lesen Sie im folgenden Beitrag.
Krabbelgruppen
In Krabbelgruppen, in denen die Eltern noch dabeibleiben, werden meist kleinere Faschingsfeiern organisiert. Die Kostüme sollten nicht zu aufwendig sein. Kleinkinder verstehen Verkleidungen noch nicht, und lange Stillhalten – etwa fürs Schminken – überfordert sie schnell.
Wichtig ist, dass die Kinder sich gegenseitig wiedererkennen und nicht durch stark verfremdende Kostüme verunsichert werden. Spiele und Essen können sich am gewohnten Gruppenablauf orientieren – große Veränderungen würden viele der Kleinsten eher verwirren als erfreuen.
U3‑Kindergärten
Auch in U3‑Gruppen findet häufig eine Faschingsfeier statt, die der in Krabbelgruppen ähnelt. Der Tagesablauf bleibt weitgehend gleich, nur kommen die Kinder verkleidet. Es gibt oft mehr Musik und einige zusätzliche Spiele, dazu ein kleines Büfett.
Für die Kostüme gilt dasselbe wie in der Krabbelgruppe: schlicht, bequem und nicht zu stark verfremdend.
Kindergärten
Größere Kindergartenkinder verstehen Verkleiden besser – und haben klare Wünsche.
Viele Mädchen träumen von Prinzessinnen- oder Feenkostümen, Jungen wollen oft mutige Figuren darstellen: Cowboys, Indianer, Piraten, Feuerwehrmänner oder Polizisten. Tiere und Clowns sind neutrale Alternativen.
Wenn Kinder konkrete Wünsche äußern, sollten Eltern sie nach Möglichkeit unterstützen.
In vielen Einrichtungen bringen Eltern etwas für ein Büfett mit. Ideal sind kleine, mundgerechte Häppchen.
Schule
In Grundschulen wird häufig vormittags Karneval gefeiert. Die Kostüme dürfen hier aufwendiger sein. Viele Kinder freuen sich, wenn sie nicht sofort erkannt werden.
Eltern sollten bei der Auswahl helfen – besonders schüchternen Kindern tut es gut, eindeutige Rollen zu wählen.
Auch die praktische Seite zählt: Regen, Mützen oder Jacken können Verkleidungen verdecken oder beschädigen. Überlegen Sie gemeinsam, wie das Kind passend und trotzdem warm zur Schule kommt.
Ab welchem Alter eignen sich Umzüge?
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, Kinder schon früh im Kinderwagen oder Buggy zu einem Umzug mitzunehmen. Sie sollten warm eingepackt sein und ausreichend zu essen und trinken dabeihaben.
Wichtig:
- nicht zu laut, nicht zu voll
- gute Sicht aufs Geschehen – nicht nur auf Beine
- sitzende Kinder brauchen wärmere Kleidung
- Langeweile mit einplanen
Große Menschenansammlungen und angetrunkene Gruppen sollten gemieden werden, ebenso die Stellen, an denen viele Wurfgeschenke von den Wagen fliegen. Kleinere Umzüge sind oft überschaubarer und angenehmer.
Kostümvorschläge
Es gibt viele günstige Kostüme zu kaufen, z. B. Prinzessinnen, Polizisten oder Tiere. Besonders praktisch sind Tierkostüme, die wie ein Pulli übergestreift werden – etwas größer gekauft, passen sie sogar über eine Winterjacke.
Auch einfache Selbstbau-Kostüme sind möglich:
- Sams: rote Perücke oder gefärbte Haare, blaue Punkte im Gesicht, Neopren- oder Schwimmanzug, Taucherflossen
- Pirat: alte bunte Kleidung zerschneiden und zusammennähen, ergänzt durch ein Tuch mit Piratenmotiven
So entstehen kreative und individuelle Verkleidungen mit wenig Aufwand.
Zuletzt geändert am 17.02.2026
Manon Sander ist Mutter von 6 Kindern und außerdem Autorin für Fach- und Kinderbücher.