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Einsamkeit, Isolation, Quarantäne – Eine Herausforderung für Kinder

Foto eines Mädchens mit Teddy beim Lesen
Freizeit und Erholung
© stock.adobe.com / Buzunova, Alina
von Hildegard Dierks

Kinder sind keine Pandemietreiber, aber sehr viele Kinder müssen in Quarantäne. Kinder und Eltern erleben, dass bei einer Quarantäne Gefühle von Einsamkeit und Isolation verstärkt aufkommen: Eine große Herausforderung für Kinder.

Lesedauer:
3 min

Quarantäne und Kontaktreduktion: Warum Einsamkeit für Kinder so belastend ist

Quarantäne kann für Kinder bedeuten: Einsamkeit, Isolation, Langeweile, Angst vor Krankheit, Warten auf Testergebnisse sowie das Mitbekommen finanzieller Sorgen der Eltern. Diese emotionalen Belastungen sind oft schwer greifbar – und doch prägen sie den Alltag stark. Umso wichtiger ist es, über Einsamkeit zu sprechen und sich gut vorzubereiten.


Einsamkeit, Isolation und Geldsorgen: Eine doppelte Belastung fĂĽr Familien

Wenn Eltern ĂĽberfordert sind

Kommt ein Kind plötzlich in Quarantäne, müssen Eltern kurzfristig Betreuung organisieren. Das erzeugt Stress.
Kinder spüren diese Anspannung – manche ziehen sich dann still zurück und entwickeln Gefühle von Einsamkeit oder Isolation.

Finanzielle Belastungen verschärfen die Lage

Geldsorgen gehören zu den größten Belastungen im Familienleben. Gleichzeitig wird über finanzielle Schwierigkeiten selten offen gesprochen – das macht sie besonders einsam.

Hilfen wie:

  • Kinderkrankengeld,
  • Lohnfortzahlung oder
  • Entschädigungen bei Betreuungspflicht

können Eltern entlasten. Wenn Kinder erleben, dass Probleme lösbar sind, können sie offener darüber sprechen. Gespräche sind das wichtigste Mittel gegen Isolation.


Vorbereitung hilft: Wie Kinder Quarantäne emotional besser bewältigen können

Kommunikation ist entscheidend

Häusliche Quarantäne fordert vor allem gute Kommunikation, um Einsamkeit abzufedern. Dazu gehört vor allem funktionierende Technik:

  • Telefon
  • Smartphone / Messenger
  • ggf. Schulserver oder Videochat

Wichtig ist nicht Perfektion, sondern verlässlicher Kontakt.

Möglichkeiten für Austausch und Verbindung

Kinder können sich telefonisch oder per Messenger verabreden:

  • Telefonate mit GroĂźeltern (z. B. Einmaleins ĂĽben, Gedichte lernen, zusammen ein Lied singen)
  • Gespräche mit Freunden
  • Beten oder spirituelle Rituale am Telefon fĂĽr gläubige Familien
  • UnterstĂĽtzung durch Telefonseelsorge

Auch gemeinsame Aktivitäten im Haus helfen, Einsamkeit zu durchbrechen – abhängig von der gesundheitlichen Situation:

  • Kochen
  • Haustiere versorgen
  • Lernzeiten strukturieren
  • kleine SportĂĽbungen zu festen Zeiten

RĂĽckzug ist ebenfalls wichtig

Gerade Jugendliche brauchen Phasen der Ruhe. Wenn sie ĂĽberfordert sind, hilft die Nummer gegen Kummer als erste Anlaufstelle.

Lesen und Vorlesen – zum Beispiel mit Buchtipps der Stiftung Lesen – bieten die Chance, die Welt für einen Moment zu vergessen.


Möglichkeiten trotz Isolation: Was Kindern in Quarantäne hilft

Kinder sind auf Gemeinschaft angewiesen. Quarantäne kann daher hart sein – insbesondere, wenn Krankheitssorgen hinzukommen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, Einsamkeit zu lindern.

Wichtig sind Dinge, die die „Seele satt machen“:

  • LieblingsbĂĽcher
  • Lieblingsmusik
  • feste Telefon‑ oder Chatpartner*innen
  • kleine Aufgaben
  • vertraute Familienrituale

Hilfreiche Vorab-Fragen fĂĽr Familien

  • Funktioniert die Technik (WLAN, Ladegeräte, Telefonnummern)?
  • Wer kauft ein, wenn wir in Quarantäne sind?
  • Habe ich BĂĽcher oder HörbĂĽcher bereit?
  • Welche Spiele kann ich allein oder zu zweit spielen?
  • Wen kann ich telefonisch kontaktieren?

Selbstbeschäftigung wieder lernen

Viele Erwachsene haben es verlernt, mit sich selbst etwas anzufangen – Kinder hatten kaum Gelegenheit, es zu lernen.
Die Pandemie zeigt: Selbstbeschäftigung ist eine wichtige Lebenskompetenz.

Gut vorbereitet bleibt Quarantäne zwar herausfordernd, doch Kinder können sie bewältigen – und daran wachsen.


Zuletzt geändert am 17.02.2026

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Themen:
Einsamkeit
Isolation
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Schule
Geldsorgen
Ăśber den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Hildegard Dierks

Hildegard Dierks arbeitet seit vielen Jahren als Online-Autorin und Online-Redakteurin für verschiedene Zielgruppen, z.B. Eltern. Zu ihren Themenschwerpunkten zählen alle Themen rund um Grundschule, Fremdsprachenlernen, Musikerziehung, computergestütztes Lernen aber auch schulpolitische Themen.

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