Bei Kindern Lust auf gesunde ErnÀhrung wecken
Bei Kindern Lust auf gesunde ErnÀhrung wecken
âDas schmeckt mir nicht, das will ich nicht essenâ - Eltern, die ihre Kinder zu einer gesunden ErnĂ€hrung fĂŒhren wollen, haben oft Schwierigkeiten, ihre Vorhaben im Alltag umzusetzen. Dabei wird eine gesunde ErnĂ€hrung am besten von klein auf gelernt. Und das geschieht idealerweise im Elternhaus. Eltern sind auch in Sachen ErnĂ€hrung wichtige Vorbilder fĂŒr ihre Kinder...
Gesundes Essverhalten beginnt beim Vorbild
Wer selbst hĂ€ufig zu Convenience-Produkten oder Fast Food greift, wirkt mit Ermahnungen schnell unglaubwĂŒrdig. Eine Erziehung zu gesundem Essverhalten bedeutet daher immer auch, die eigene Einstellung zu ErnĂ€hrung kritisch zu reflektieren. Die folgenden Anregungen helfen, Kindern und Jugendlichen Lust auf Obst, GemĂŒse & Co. zu vermitteln.
Gemeinsam kochen
In vielen Familien wird heute kaum noch frisch gekocht. Gerade das gemeinsame Kochen ermöglicht Kindern, Freude am Essen zu entwickeln. Viele Kinder und Jugendliche haben SpaĂ daran, selbst aktiv zu werden. Beim Selbermachen entsteht Begeisterung fĂŒr gutes, gesundes Essen fast von allein.
Verantwortung teilen
Kinder können schnippeln, GemĂŒse waschen oder einfach zuschauen und Fragen stellen.
Eltern erklĂ€ren AblĂ€ufe und machen das Essen ĂŒber Riechen, Schmecken und Ausprobieren erlebbar. So lernen Kinder Schritt fĂŒr Schritt, Verantwortung zu ĂŒbernehmen.
Ăfter mal etwas Exotisches
Die Vielfalt an Lebensmitteln kann Neugier wecken. Wer beim Obst immer nur zu Apfel, Birne oder Banane greift, langweilt sich schnell. Deshalb lohnt es sich, gemeinsam Unbekanntes auszuprobieren: neue Obstsorten, fremde GemĂŒsesorten oder Zutaten aus anderen LĂ€ndern.
Inspiration aus der digitalen Welt
Kinder und Jugendliche finden Anregungen auch in sozialen Medien. Auf YouTube oder Instagram zeigen sie ihren Eltern gern spannende Videos. Eigene Ideen einzubringen erhöht die Motivation, sich aktiv mit dem Thema ErnÀhrung auseinanderzusetzen.
Gemeinsam essen
UnabhĂ€ngig vom Gericht zĂ€hlt das gemeinsame Essen zu den wichtigsten Grundlagen fĂŒr positives Essverhalten. Familienmahlzeiten schaffen NĂ€he, bieten Raum fĂŒr GesprĂ€che ĂŒber den Tag und ermöglichen es, gesunde Essgewohnheiten vorzuleben. Eine bessere Basis können Eltern kaum vermitteln.
Das Auge isst mit
Nicht nur der Geschmack, auch die PrĂ€sentation entscheidet. Ein schön gedeckter Tisch zeigt WertschĂ€tzung und macht Essen attraktiver. Bunte Obst- und GemĂŒseteller sehen nicht nur gut aus, sondern schmecken in der Regel auch besser.
Besonders beim Pausenbrot lohnt sich eine ansprechende Gestaltung und liebevolle Verpackung, da dies die Chance erhöht, dass Kinder gern zu gesunden Lebensmitteln greifen.
Nicht zu streng sein
Bei allem BemĂŒhen um bewusste ErnĂ€hrung sollten Eltern auf starre Verbote verzichten. WĂ€hrend jĂŒngere Kinder vieles akzeptieren, suchen Jugendliche ihren eigenen Weg. Statt jeden Burger zu verteufeln, helfen spielerische ZugĂ€nge und Ausnahmen im Rahmen einer ausgewogenen ErnĂ€hrung, um WiderstĂ€nde zu vermeiden und die Freude am Essen zu erhalten.
Zuletzt geÀndert am 17.02.2026
Ulrike Lindner hat Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der KĂŒnste, Berlin, studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin, Werbetexterin und Moderatorin.