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Nachhilfe -

Was Eltern hierzu wissen sollten

Vater und Sohn lernen zusammen
Entwicklung und Erziehung
© highwaystarz - Fotolia.de
von Alexandra von PlĂŒskow - Kaminski

Mia war öfter krank in diesem Schuljahr - und hat einigen Schulstoff verpasst. Die Lehrerin rĂ€t den Eltern dazu, eine zeitlang Nachhilfe in Anspruch zu nehmen. Tom hingegen hat regelmĂ€ĂŸig Defizite im Bereich Mathematik. Auch seine Eltern ĂŒberlegen, dass ihr Sohn eine Nachhilfe erhĂ€lt. Was Eltern hierbei beachten sollten, nennt der folgende Beitrag in GrundzĂŒgen.

Lesedauer:
2 min

Wann ist Nachhilfe nötig?

Nachhilfe kann kurzfristig oder ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum sinnvoll sein. GrĂŒnde dafĂŒr gibt es verschiedene:
Hat ein Kind etwa durch Krankheit Unterrichtsstoff verpasst oder muss es nach einem Schulwechsel Inhalte nachholen, kann gezielte UnterstĂŒtzung helfen. Auch bei Schwierigkeiten in einem bestimmten Fach ist Nachhilfe eine Möglichkeit, entstandene LĂŒcken zu schließen, das Selbstvertrauen zu stĂ€rken und die individuellen Leistungen zu verbessern.

FĂŒr einige Kinder ist es ausreichend, nur vor Klassenarbeiten UnterstĂŒtzung zu erhalten – also in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden und je nach Bedarf.

Welche Form der Nachhilfe?

Möglichkeiten im Überblick

Nachhilfe wird in ganz unterschiedlichen Formen angeboten:

  • Nachhilfeinstitute, die Gruppen‑ oder Einzelunterricht anbieten
  • Private Nachhilfe durch LehrkrĂ€fte, Studierende oder Ă€ltere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler
  • Empfehlungen durch die Klassenlehrkraft, z. B. Nachhilfe durch Ă€ltere MitschĂŒler

Besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, welche Art von Nachhilfe es sich vorstellen kann. Dabei spielen Zeitaufwand, VerfĂŒgbarkeit und finanzielle Möglichkeiten eine Rolle. Ein Blick in den Bekanntenkreis oder Austausch mit anderen Eltern kann ebenfalls helfen.

Sprechen Sie außerdem die Lehrkraft Ihres Kindes an – oft können diese eine passende Form der UnterstĂŒtzung vorschlagen.

Nachhilfe-Angebote einholen

Probeunterricht und FormalitÀten

Erkundigen Sie sich direkt bei Nachhilfeinstituten oder privaten NachhilfelehrkrĂ€ften und holen Sie konkrete Angebote ein. Viele Anbieter ermöglichen Probe‑ oder Schnupperstunden, damit Ihr Kind herausfinden kann, ob die Chemie stimmt.

Sobald ein geeignetes Angebot gefunden wurde, sollten Sie die vertraglichen Bedingungen klÀren:

  • Was passiert bei Ausfallstunden (z. B. durch Krankheit)?
  • Welche KĂŒndigungsfristen gelten?
  • Welche Leistungen sind genau enthalten?

Eine klare Absprache schafft Sicherheit fĂŒr alle Beteiligten.

Wenn die Nachhilfe nicht anschlÀgt 


Ursachen klĂ€ren und Alternativen prĂŒfen

Sollte sich trotz regelmĂ€ĂŸiger Teilnahme kein Fortschritt zeigen, sprechen Sie mit der Lehrkraft Ihres Kindes und der Nachhilfekraft. Manchmal helfen Anpassungen:

  • Wechsel von Gruppen‑ zu Einzelunterricht
  • VerĂ€nderung der Lernmethoden
  • Wechsel der Nachhilfeperson

Nicht immer ist klassische Nachhilfe der richtige Weg. Hinter Lernschwierigkeiten können z. B. ADS/ADHS, Lese‑RechtschreibschwĂ€che, Dyskalkulie oder PrĂŒfungsangst stehen. In diesen FĂ€llen kann ein GesprĂ€ch mit der Kinder‑ und Jugendarztpraxis sinnvoll sein. Fachleute können entsprechende Diagnosen stellen und ggf. eine Lerntherapie empfehlen.

Fazit: Nachhilfe gezielt wÀhlen

Nachhilfe kann ein wertvolles Instrument sein – sowohl kurzfristig als auch langfristig. Entscheidend ist, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ĂŒberlegen, welche UnterstĂŒtzung sinnvoll ist. Nur wenn Ihr Kind selbst motiviert ist, aktiv mitzuarbeiten, kann Nachhilfe ihre volle Wirkung entfalten.

Zuletzt geÀndert am 27.02.2026

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Themen:
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Über den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Alexandra von PlĂŒskow-Kaminski

Alexandra von PlĂŒskow-Kaminski hat mehr als 20 Jahre als Grundschullehrerin gearbeitet und war als Fachberaterin tĂ€tig. Dabei war sie u.a. zustĂ€ndig fĂŒr die ÜbergĂ€nge von der Kita in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterfĂŒhrende Schule. Seit MĂ€rz 2022 koordiniert sie das Sprachbildungszentrum LĂŒneburg.

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