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So lernt Ihr Kind, Ordnung zu halten

- Was Eltern hierzu wissen sollten

Ein Stapel Arbeitsmappen
Entwicklung und Erziehung
© Mister Vertiger - Photocase.com
von Alexandra von Plüskow - Kaminski

Sie und Ihr Kind haben verschiedene Vorstellungen davon, was Ordnung ist – und wie diese herzustellen ist? Jetzt, wo es in die Schule geht, ist es umso wichtiger, dass Ihr Kind lernt, Verantwortung für seine Lernmaterialien zu tragen. Wie Sie es auf dem Weg, Ordnung zu halten, unterstützen, lesen Sie hier.

Lesedauer:
2 min

Schon von klein auf – Ordnung ist das halbe Leben

Frühzeitig ein Gespür für Ordnung vermitteln

Es ist sinnvoll, bereits früh damit zu beginnen, Kindern ein Gespür für Ordnung und deren Herstellung zu vermitteln. Dabei spielt die Vorbildfunktion der Eltern eine entscheidende Rolle. Fragen Sie sich: Lassen Sie Dinge gerne einmal herumliegen? Hat in Ihrem Haushalt und an Ihrem Arbeitsplatz alles seinen festen Platz? Räumen Sie gerne auf oder empfinden Sie dies als eher ungeliebte Aufgabe?

Indem Sie selbst ein gutes Beispiel geben, können Kinder schon früh beim Aufräumen und Reinigen aktiv eingebunden werden. Beispiele hierfür sind:

  • Gemeinsames Aufräumen und Reinigen der Küche nach einem Essen.

  • Helfen beim Ausräumen der Spülmaschine.

Ordnung im eigenen Zimmer

Im eigenen Zimmer sollte das Kind Schritt für Schritt an das Einhalten von Ordnung herangeführt werden. Kleinere Kinder und Vorschulkinder benötigen hierbei noch Unterstützung.

Praktische Maßnahmen können sein:

  • Bereitstellen von Behältnissen, in denen Spielzeug sortiert wird (z. B. Autos in einer Box, Mal- und Bastelsachen in einer eigenen Kiste).

  • Kennzeichnen der Behältnisse mit Symbolen oder Fotos der enthaltenen Gegenstände, sodass das Kind sofort erkennen kann, was wo hingehört.

Gemeinsames Aufräumen als Ritual

Das Aufräumen sollte idealerweise zu einem festen Ritual werden. Beispielsweise kann abends das Kinderzimmer gemeinsam aufgeräumt werden. Nach und nach darf das Kind entscheiden, welche Dinge an welchem Platz liegen. Auf diese Weise entwickelt es ein Gefühl für die eigene Ordnung und lernt, Verantwortung für das eigene Umfeld zu übernehmen.


Schritt für Schritt zur eigenen Verantwortung

Verantwortung für Schulmaterialien

Mit dem Schuleintritt übernimmt das Kind eigene Verantwortung für seine Lernmaterialien und deren ordentlichen Umgang. Neben der Ordnung im Kinderzimmer ist es wichtig, auch diesen Bereich zu trainieren.

Eltern können anfangs unterstützen, indem sie helfen:

  • Arbeitsmaterialien zu sortieren und einzuordnen.

  • Nach den Hausaufgaben Stifte anzuspitzen und alle benötigten Materialien für den nächsten Schultag bereitzulegen.

  • Hefte und Mappen geordnet zu führen und Hilfsmittel wie Locher bereitzustellen.

Auf diese Weise erlernt das Kind eine systematische Herangehensweise und die Bedeutung von Eigenverantwortung.


Toleranz entwickeln

Ordnung nicht zum Zwang machen

Es ist wichtig, das Thema „Ordnung“ nicht zu einem ständigen Konfliktthema in der Familie werden zu lassen. Gelegentlich sollte das Kind auch freien Spielraum erhalten, etwa indem eine schön aufgebaute Spielszene für einen bestimmten Zeitraum stehen bleibt.

Verantwortung übertragen und lernen lassen

Allmählich kann die Verantwortung für Schulmaterialien vollständig auf das Kind übergehen. Wenn es die Konsequenzen unvollständiger Materialien selbst erfährt, wird es daraus lernen und ein Gespür für die Notwendigkeit von Ordnung entwickeln.

Die Erziehung zur Ordnung ist nicht nur für schulische Belange wichtig. Eltern sollten sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und Kinder aktiv in das alltägliche Aufräumen einbeziehen. So lernen Kinder nach und nach, Verantwortung für eigene Dinge zu übernehmen und eine individuelle Ordnung zu entwickeln.


Zuletzt geändert am 27.02.2026

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Themen:
Ordnung
aufräumen
sauber machen
einräumen
organisieren
Über den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Alexandra von Plüskow-Kaminski

Alexandra von Plüskow-Kaminski hat mehr als 20 Jahre als Grundschullehrerin gearbeitet und war als Fachberaterin tätig. Dabei war sie u.a. zuständig für die Übergänge von der Kita in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule. Seit März 2022 koordiniert sie das Sprachbildungszentrum Lüneburg.

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