Konzentration

Konzentration bei Kindern

Konzentriert durch das Leben gehen.

Konzentration und Aufmerksamkeit

Konzentration ist nur ein Teilbereich von Aufmerksamkeit. Konzentriert ist, wer sich über einen längeren Zeitraum auf eine begrenzte Aufgabe oder einen Gegenstand fokussieren kann. Ein Grundschulkind am Schreibtisch vertieft sich ganz in das Rechenblatt und widersteht dabei dem Wunsch, mit den Spielsachen zu spielen, die überall in seinem Zimmer verteilt sind und ihm ins Auge stechen. Diese Form der Aufmerksamkeit hat in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. Ablenkungen lauern überall. Die Fähigkeit, den eigenen Fokus bewusst zu steuern, nicht ständig zwischen Tätigkeiten hin- und her zu hüpfen und sich nicht dauernd unterbrechen zu lassen, ist in unserer hektischen, modernen Welt unerlässlich geworden.

Gleichzeitig ist ein anderer Bereich von Aufmerksamkeit in den Hintergrund gerückt: die Vigilanz, auch allgemeine Wachsamkeit genannt. Gemeint ist die Bereitschaft, genau wahrzunehmen und prompt zu reagieren. Diese Form der Aufmerksamkeit war in früheren Zeiten überlebenswichtig: als Jäger und Sammler galt es, stets auf der Hut zu sein - Vorteile hatte, wem jedes Rascheln im Gebüsch, jede Bewegung im Augenwinkel, jede verwischte Fährte im Wald auffiel. Mithilfe der Vigilanz gelang es unseren Vorfahren, Beutetiere aufzuspüren und nahenden Feinden rechtzeitig die Stirn zu bieten.

Kinder mit klassischen Aufmerksamkeitsproblemen sind mit diesen Fähigkeiten besonders gesegnet und somit sehr reizoffen - egal ob Bilder, Geräusche oder Gerüche; alle Eindrücke werden aufgesaugt wie ein trockener Schwamm. Gleichzeitig haben sie oftmals Mühe mit der Konzentration: ihr Fokus lässt sich vom Geschehen treiben und verlagert sich dorthin, "wo etwas los ist". Aufgaben können kaum zu Ende gebracht werden, weil mit allen Ablenkungen mitgeschwungen wird.

Konzentrationsschwäche kann aber auch manchmal nur "einfache" Ursachen haben, die man vorab klären kann:

  • Ablenkung durch äußere Reize wie Fernseher, Handy, spielende Geschwister
  • Ungesunde Ernährung oder Bewegungsmangel - Nüsse statt Süßigkeiten (Brainfood) und eine Runde Laufen können dem Gehirn manchmal schon auf die Sprünge helfen
  • Schlafmangel
  • Frustration - es geht nicht schnell genug? Kleine Erfolgserlebnisse, kleine Übungsaufgaben, kleinere Lerneinheiten, dann schafft man auch das Ganze.
  • Desinteresse, wenig Vorwissen oder Ablehnung - hier helfen auch außerschulische Lernorte, wie z.B. der Besuch in einem Museum, der Nachbau einer Versuchsbeschreibung oder die Recherche im Internet.
  • Überforderung - kleine Lerneinheiten oder Aufgaben
  • Druck durch Noten - nicht jedes Kind kann mit Notendruck oder den Erwartungen der Eltern gut umgehen. Hier könnte auch eine alternative Schulform wie Waldorf- oder Montessori helfen. Wichtig ist, dass das Kind oder der Lernende aus sich heraus die Motivation entwickelt.

Im Folgenden finden Sie Beiträge, Buchtipps und Downloads zu diesem Thema.

13.03.2019 · Autor/in: Dr. Birgit Ebbert

Lernen beim Papierfalten

Papierhüte und gefaltete Schiffchen, wunderbar zusammengelegte Servietten und eine Papierschleife in Form einer Ziehharmonika kennen wir alle. Papierfalten ist eine Kulturtechnik, die im Kindesalter…
Mehr erfahren
11.04.2018 · Autor/in: Alexandra von Plüskow - Kaminski

Die Brotbox - lecker gefüllt

Ihr Kind bringt seine Brotbox täglich gefüllt wieder mit nach Hause? Es beklagt sich über Eintönigkeit beim Pausensnack? Lernando hat für Sie einige Ideen zusammengestellt, wie die Brotbox zum…
Mehr erfahren

Weitere Beiträge aus unserem Magazin zu Themen aus Schule, Bildung, Freizeit und Erziehung finden Sie hier. Wöchentlich erscheint ein neuer Beitrag - bleiben Sie immer top informiert.

Magazinüberblick