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Kognitive Fähigkeiten von Vorschulkindern

Foto eines kleinen Jungen mit Abacus
Entwicklung und Erziehung
© acilo - iStockphoto.com
von Alexandra von PlĂĽskow - Kaminski

Nun ist es nicht mehr lange hin, Ihr Kind wird zum Schulkind. Schon vor Schulbeginn können Sie es kognitiv fördern. Was Sie hierbei Hand in Hand mit der Kindertagesstätte Ihres Kindes beachten sollten, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Lesedauer:
2 min

Kognitive Fähigkeiten vor dem Schulbeginn gezielt fördern

Die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten spielt für Vorschulkinder eine zentrale Rolle. Neben motorischen, körperlichen und sprachlichen Kompetenzen sollten diese Fähigkeiten sowohl in der Kita als auch zu Hause unterstützt werden. Besonders wichtig ist es, das Gedächtnis zu stärken, die Sinne anzuregen und erste Problemlösungsstrategien zu vermitteln. Die natürliche Neugier Ihres Kindes bildet dabei die Grundlage, auf der sich neues Wissen und neue Erkenntnisse aufbauen lassen.

Futter für das Gedächtnis

Alltagsnahe Anregungen bieten

Je vielfältiger die Erfahrungen Ihres Kindes sind, desto besser kann es kognitive Strukturen entwickeln. Die Einbeziehung in alltägliche Aufgaben – etwa Einkäufe, Küchenarbeiten oder kleinere Haushaltstätigkeiten – vermittelt grundlegende Einsichten in Abläufe, Mengen und Zusammenhänge. Beim gemeinsamen Kochen oder Backen vertieft sich dieses erste Verständnis auf spielerische Weise.

Spielerisch kognitives Handeln lernen

Merkfähigkeit und Konzentration stärken

Klassische Memo-Spiele trainieren das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit auf einfache, aber sehr effektive Weise. Ebenso eignen sich KIM-Spiele, bei denen Gegenstände kurz betrachtet und anschließend verdeckt werden. Eine kleine Auswahl von zehn bis zwölf Alltagsgegenständen reicht aus. Danach zeigt sich, wer sich die meisten Objekte merken konnte – ein beiläufiges, aber wirkungsvolles Gedächtnistraining.

Kognitive Strategien entwickeln

Probleme planen und lösen

Beziehen Sie Ihr Kind bewusst in kleine Planungs- oder Entscheidungsprozesse mit ein. Das gemeinsame Durchdenken der kommenden Woche oder das Planen eines Ausflugs fördert das Verständnis für Abläufe, Alternativen und notwendige Vorbereitungen.
Auch einfache Experimente – etwa das Herausfinden, ob ein Ei gekocht oder roh ist – machen erfahrbar, wie Wissen im Alltag angewendet werden kann. Ein rohes Ei dreht sich deutlich langsamer als ein gekochtes und vermittelt damit eine klare, nachvollziehbare Erkenntnis.

Schrittweise auf kognitives Denken hinarbeiten

Die kognitive Entwicklung erfolgt in kleinen Schritten. Beobachten Sie aufmerksam, wofür sich Ihr Kind interessiert, und knüpfen Sie daran an. Sinnesanregungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Unterschiedliche Obstsorten zu riechen, zu schmecken oder zu fühlen eröffnet neue Erfahrungen. Ebenso prägen sich Geräusche ein, wenn das Kind mit geschlossenen Augen bewusst lauscht oder den Gesang verschiedener Vögel vergleicht.
Auch der Blick durch ein Mikroskop eröffnet neue Welten, die anschließend beschrieben und eingeordnet werden können. Auf diese Weise wachsen.

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Zuletzt geändert am 27.02.2026

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Ăśber den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Alexandra von PlĂĽskow-Kaminski

Alexandra von Plüskow-Kaminski hat mehr als 20 Jahre als Grundschullehrerin gearbeitet und war als Fachberaterin tätig. Dabei war sie u.a. zuständig für die Übergänge von der Kita in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule. Seit März 2022 koordiniert sie das Sprachbildungszentrum Lüneburg.

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