Yoga mit Kindern -
Was Eltern hierzu wissen sollten
Yoga mit Kindern -
Was Eltern hierzu wissen sollten
Sie selbst praktizieren Yoga und möchten Ihr Kind behutsam an diese Übungen heranführen? Oder aber in der Einrichtung Ihres Sprösslings wird ein Yogakurs für Kinder angeboten? Was Sie über Kinderyoga wissen sollten, nennt der folgende Beitrag.
Yoga ist längst nicht mehr nur ein Trend für Erwachsene. Immer häufiger entdecken auch Familien die positiven Effekte von Yoga für Kinder. Kinderyoga verbindet Bewegung, Atmung und Entspannung – und hilft Kindern dabei, zur Ruhe zu kommen und gleichzeitig ihren Körper besser kennenzulernen.
Doch was genau ist Kinderyoga, wie funktioniert es und für wen eignet es sich?
Was ist Yoga eigentlich?
Yoga stammt ursprünglich aus Indien und ist dort seit Jahrhunderten eine Lehre, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringen soll. Ein wichtiger Bestandteil ist das bewusste Atmen, das bei vielen Übungen eine zentrale Rolle spielt.
Die Yogaformen, die heute in Deutschland am häufigsten unterrichtet werden, gehen auf moderne Entwicklungen seit dem 19. Jahrhundert zurück. Mittlerweile gibt es zahlreiche Yoga-Angebote:
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in Sportvereinen
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bei freien Yoga-Lehrkräften
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in Familienbildungsstätten
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in Kindergärten und Grundschulen
Besonders beliebt ist seit einigen Jahren der Begriff Kinderyoga.
Kinderyoga: Spielerisch und kindgerecht
Im Gegensatz zu Erwachsenen üben Kinder Yoga auf eine ganz andere Weise. Kinderyoga ist vor allem:
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kürzer
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spielerischer
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fantasievoller
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bewegungsorientierter
Kinder halten die Übungen nicht so lange wie Erwachsene. Das liegt einerseits am Körperbau und andererseits daran, dass die Wirkung bei Kindern oft schneller eintritt.
Yogaübungen in Geschichten verpackt
Statt stiller Abfolgen stehen beim Kinderyoga häufig kleine Fantasiereisen und Geschichten im Mittelpunkt. So können Kinder zum Beispiel:
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auf Piratenjagd gehen
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Tiere nachahmen (Katze, Hund, Cobra)
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mit Pippi Langstrumpf Abenteuer erleben
Übungen wie der Sonnengruß oder die Katze werden dabei ganz selbstverständlich eingebaut.
So bleibt Yoga für Kinder vor allem eins: eine Freude.
Entspannung gehört immer dazu
Auch wenn Kinder sich meist gerne bewegen, ist die Entspannungsphase ein wichtiger Bestandteil jeder Kinderyoga-Stunde.
Zur Ruhe kommen die kleinen Yogaschülerinnen und Yogaschüler zum Beispiel durch:
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kurze Atemübungen
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Entspannungsgeschichten
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Körperreisen („Spüre deine Füße…“)
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stilles Lauschen in den Raum
Diese Erholungsphasen sind oft kurz, aber sehr wirkungsvoll.
Für wen eignet sich Yoga für Kinder?
Grundsätzlich gilt: Yoga ist für jedes Kind geeignet.
Wenn Eltern unsicher sind, ob bestimmte Übungen gesundheitlich passen, kann eine Rücksprache mit dem Kinderarzt sinnvoll sein.
Kinderyoga kann viele positive Effekte haben:
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verbessert die Körperhaltung und Stabilität
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stärkt die Konzentration und Aufmerksamkeit
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unterstützt die emotionale Balance
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hilft beim Stressabbau und bei Ängsten
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fördert Selbstbewusstsein und Körpergefühl
Besonders hilfreich kann Yoga sein bei:
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innerer Unruhe
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Prüfungsangst
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Konzentrationsproblemen
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Stress in der Schule
Allein oder gemeinsam üben
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Einzelübungen stärken das Selbstgefühl
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Partnerübungen fördern Einfühlungsvermögen und soziales Lernen
Mein Kind möchte Kinderyoga machen – was kann ich tun?
Wenn Ihr Kind Interesse an Yoga hat, gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Angebote vor Ort suchen
Fragen Sie zunächst in der Einrichtung Ihres Kindes nach:
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Kindergarten
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Grundschule
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Hort
Oft werden dort bereits Kurse angeboten.
2. Yoga-Kurse in der Umgebung
Alternativ finden sich in vielen Städten private Anbieter oder Sportvereine mit speziellen Kinderyoga-Gruppen.
3. Yoga gemeinsam zu Hause ausprobieren
Kinderyoga lässt sich auch wunderbar zu Hause umsetzen – ganz ohne Leistungsdruck.
Tipps für Yoga zu Hause:
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kein fester Trainingsplan, sondern nach Lust und Bedarf
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bequeme Kleidung
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ruhiger Raum ohne Ablenkung
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Störquellen ausschalten (TV, Radio, Spülmaschine)
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möglichst mit Yogamatte üben
Mit Büchern oder DVDs können Eltern und Kinder gemeinsam erste Übungen ausprobieren.
Warum Kinderyoga so wertvoll ist
Schon im Vorschulalter kann Yoga Kindern helfen:
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sich zu entspannen
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Ängste abzubauen
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Fantasie und Koordination zu entwickeln
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die Abwehrkräfte zu stärken
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ein positives Körpergefühl aufzubauen
Kinderyoga verbindet Bewegung und Ruhe – und schenkt Kindern einen wertvollen Ausgleich zum oft hektischen Alltag.
Alexandra von Plüskow-Kaminski hat mehr als 20 Jahre als Grundschullehrerin gearbeitet und war als Fachberaterin tätig. Dabei war sie u.a. zuständig für die Übergänge von der Kita in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule. Seit März 2022 koordiniert sie das Sprachbildungszentrum Lüneburg.