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Basteln zu Ostern

Kind bastelt mit Mutter Hasen Girlande. Bild von Freepik.
Entwicklung und Erziehung
© Bild von Freepik
von Manon Sander

Ostern ist das erste Fest im Frühjahr bei dem man sich darauf freut, die warmen Sonnenstrahlen zu spüren. Draußen wird es bunt, überall blüht es. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, dass auch ins Haus bunte Farben einziehen. Es gibt viele Möglichkeiten mit den Kindern gemeinsam das Haus für den Osterhasen vorzubereiten und vielleicht noch das ein oder andere Geschenk zu basteln.

Lesedauer:
3 min

Ich schenke dir … einen kleinen Garten

Bunte Kresse‑Köpfe lassen sich schnell und einfach herstellen. Dafür werden hartgekochte Eier mit Ostereierfarben bemalt und anschließend vorsichtig geöffnet, sodass etwa die Hälfte der Schale stehen bleibt. Die Eierschale wird mit Watte gefüllt und mit Kressesamen bestreut. Nach dem Gießen zeigen sich schon nach einem Tag die ersten Keime, wenige Tage später kann geerntet werden.
Wer mehr Platz möchte, kann eine leere Butter‑ oder Quarkpackung mit bunter Pappe bekleben und dort die Saat einfüllen.

Welches Tier legt jeden Tag ein Ei?

Gemeint ist natürlich das Huhn. Eine bunte Henne lässt sich leicht basteln.
Benötigt werden: Luftballon, einfarbiges Seidenpapier, Tapetenkleister und Tonkartonreste.
Der Ballon wird aufgeblasen, dick mit Kleister bestrichen und mit Stücken aus Seidenpapier beklebt – rund um den Knoten bleibt ein kleines Loch frei. Vier Schichten Seidenpapier und viel Kleister sorgen für Stabilität. Nach zwei bis drei Tagen Trocknungszeit wird der Ballon zum Platzen gebracht und entfernt. Anschließend können Augen und Schnabel aus Tonkarton aufgeklebt werden.
Für die Beine eignen sich Hexentreppen aus Papier, die mit Pappfüßen ergänzt werden.

Ganz aus der Natur … Eier färben

Natürliche Eierfarben entstehen aus Pflanzen, Gemüse oder Tee. Der Farbsud wird gekocht, die Eier anschließend etwa eine halbe Stunde in den abkühlenden Sud gelegt.
Essig hellt das Ergebnis auf, Alaunpulver aus der Apotheke macht die Farben intensiver. Mit etwas Speiseöl abgerieben, glänzen die Eier besonders schön.

Für zwei Liter Wasser gelten folgende Mengen (vorher zerkleinern):

  • 500 g Gemüse oder Frischpflanzen, Kochzeit: 40 Minuten
  • 70 g Blüten, Blätter oder Beeren, einige Stunden einweichen, Kochzeit: 60 Minuten
  • 50 g Tee oder Kaffee, Kochzeit: 30 Minuten

Mögliche Naturfarben:

  • Rot: roter Malventee, schwarze Johannisbeere, Rotkohlblätter, Rote Bete, rote Zwiebelschalen
  • Blau: Heidelbeeren, Holunderbeeren
  • Grün: Brennnesselblätter, Holunderblätter, Schachtelhalm, Spinat, Petersilie
  • Gelb: Apfelbaumblätter, Safran, Kamillenblüten
  • Orange: Möhren
  • Braun: Tee, Kaffee, Zwiebelschalen

Aus Wollresten … Tiere basteln

Aus Wollresten entstehen Küken, Kaninchen oder Käfer.
Ein Marienkäfer gelingt aus roten und schwarzen Garnen: Der Ponpon wird teilweise schwarz, teilweise rot gewickelt, anschließend auf gleiche Länge geschnitten und mit Punkten sowie Pappbeinen versehen.
Ein gelbes Küken bekommt einen kleinen Schnabel und zwei Beine, Kaninchen aus weißer oder brauner Wolle erhalten Ohren und Nase aus Pappe.

Tipp: Wackelaugen bringen jedes Wolltier zum Leben.
Mit einem Faden lassen sich die Tiere auch als Osterschmuck aufhängen.

Wissenswertes zum Osterfest

Kinder fragen oft nach dem Ursprung von Ostern. Wie viele Feste hat auch Ostern mehrere Wurzeln.

Der christliche Ursprung

  • Karfreitag: Erinnerung an die Kreuzigung Jesu
  • Ostersonntag: Feier seiner Auferstehung

Das bunte Eierfärben hängt mit der Fastenzeit zusammen: Wochenlang durften keine Eier gegessen werden. Doch die Hühner legten weiter. Um sie haltbar zu machen, wurden sie gekocht – und mit der Zeit bunt verziert, um das Fastenende zu feiern.

Woher kommt der Osterhase?

Der Hase hat keinen biblischen Ursprung. Verschiedene Tiere verteilten früher in unterschiedlichen Regionen die Eier:

  • Schweiz: der Kuckuck
  • Westfalen: der Osterfuchs
  • Thüringen: der Storch
  • Böhmen: ein Hahn

Der Hase setzte sich jedoch mit der Zeit durch und wurde zur allgemeinen Osterfigur.

Heidnische Bräuche

Osterfeuer und brennende Osterräder gehörten ursprünglich zu Frühlingsritualen, mit denen der Winter vertrieben und eine gute Ernte erbeten werden sollte. Osterräder gibt es heute kaum noch – das Osterfeuer ist die sicherere Variante geblieben.

Zuletzt geändert am 17.02.2026

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Themen:
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Über den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Manon Sander

Manon Sander ist Mutter von 6 Kindern und außerdem Autorin für Fach- und Kinderbücher.

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