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Endlich Schulkind

Foto eines Mädchens mit Zahnlücke im Unterricht
Entwicklung und Erziehung
© Davidf - iStockphoto.com
von Ulrike Lindner

Kaum ein Ereignis nimmt im Leben eines Kindes so großen Raum ein, wie der Übergang in die Schule. Endlich Schulkind! Diesem Tag fiebern fast alle entgegen. Für Kinder, aber auch für ihre Familien beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt, verbunden mit viel Vorfreude, aber auch mit großen Unsicherheiten.

Lesedauer:
4 min

Stolz und Vorfreude auf die Grundschule

Für die meisten Kindergartenkinder steht Stolz im Vordergrund, endlich zu den „Großen“ zu gehören. Dieser Schritt sollte gut vorbereitet werden. Eltern und Erzieherinnen begleiten die Kinder beim Übergang von der Kita in die Grundschule.

Schulvorbereitung in der Kita

Viele Kitas legen in ihrer Konzeption fest, wie der Wechsel der „werdenden Schulkinder“ abläuft. Eltern können sich frühzeitig darüber informieren. Die gesamte Kita-Zeit wird als Lern- und Vorbereitungszeit gesehen – nicht nur das letzte Jahr.

Erzieherinnen und Erzieher achten darauf, dass alle Kinder an Aktivitäten teilnehmen, die für ihre Entwicklung wichtig sind. Dazu gehören Fertigkeiten wie Malen, Stifthaltung, Zählen, Zuhören, Ausdauer, Konfliktlösung, Rücksichtnahme, Verantwortung und die Fähigkeit, schwierige Situationen zu meistern.

Im letzten Kita-Jahr kommen oft besondere Projekte und Kooperationen mit der Grundschule hinzu. Dazu zählen unter anderem:

  • Besuch der Schulbücherei und Teilnahme an Schulstunden

  • Turn- und Schwimmunterricht

  • Basteln der eigenen Schultüte

  • Rituale wie Schulanfänger-Ausflug oder Übernachtung in der Kita

Diese Aktivitäten machen den Abschied von der Kita erlebbar und bereiten die Kinder auf den neuen Lebensabschnitt vor.


Wie Eltern den Übergang unterstützen

Auch in der Familie beginnt die Vorbereitung länger vor dem ersten Schultag. Eltern können ihren Kindern Sicherheit vermitteln und Ängste abbauen, indem sie über die Schule sprechen, die neue Umgebung gemeinsam erkunden und den Schulweg proben.

Die Förderung von Eigenständigkeit und Verantwortungsbewusstsein ist ebenfalls wichtig. Kinder können lernen, sich alleine anzuziehen, den Sportbeutel zu packen oder kleine Aufgaben im Haushalt zu übernehmen. Jede erfolgreich bewältigte Aufgabe stärkt das Selbstvertrauen. Gleichzeitig sollte gezieltes Vorlernen von Lesen oder Schreiben vorab vermieden werden, um Verunsicherung zu verhindern.

Ein besonderes Ritual ist der Kauf des ersten Schulranzens. Hier sollten neben Design auch Sicherheit, Gewicht, Verarbeitung und Passform berücksichtigt werden. Empfehlungen bieten unter anderem die Stiftung Warentest oder die zukünftige Schule.

Entspannt bleiben

Je näher der erste Schultag rückt, desto größer die Aufregung. Eltern sollten vor allem Sicherheit und Vertrauen vermitteln und ihrem Kind Zeit lassen. Vieles, was anfangs schwierig erscheint, regelt sich in den ersten Wochen von selbst. Bei länger anhaltendem Unwohlsein ist ein Gespräch mit der Lehrkraft sinnvoll, um Ursachen und mögliche Strategien zu klären.


Zuletzt geändert am 17.02.2026

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Themen:
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Über den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Ulrike Lindner

Ulrike Lindner hat Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste, Berlin, studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin, Werbetexterin und Moderatorin.

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