Auch Eltern machen Fehler:
Wie Sie mit eigenen Fehlern umgehen sollten
Auch Eltern machen Fehler:
Wie Sie mit eigenen Fehlern umgehen sollten
Sie haben für den Ausflug das langweilige Ausflugsziel ausgesucht? Sie haben Ihr Kind unnötig ausgeschimpft und das tut Ihnen nun leid? Oder aber Sie haben eine falsche Entscheidung getroffen, wie Sie nun feststellen?
Wie geht man mit eigenen Fehlern um, wenn man Nachwuchs hat? Der folgende Beitrag zeigt, dass Einsicht wie so häufig der erste Schritt zur Besserung ist
Fehler als Chance verstehen
Fehler gehören zum Leben – für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Diese Erkenntnis ist zentral, denn Entwicklung geschieht Schritt für Schritt und schließt Irrtümer selbstverständlich mit ein. Umso wichtiger ist es, die eigene Haltung gegenüber Fehlern zu reflektieren: Sind Fehler für mich grundsätzlich negativ belegt? Oder sehe ich sie als Möglichkeit zur Weiterentwicklung?
Stehen Sie dazu bewusst im Austausch mit Ihrem Kind. Sprechen Sie darüber, wie es selbst Fehler erlebt: Ärgern sie es besonders – oder gelingt ihm bereits ein konstruktiver Umgang? Dieser Dialog bildet die Grundlage für eine gesunde Fehlerkultur innerhalb der Familie.
Fehler im Alltag
Eigene Fehler wahrnehmen
Wenn Ihnen ein Fehler unterläuft, lohnt es sich, zunächst die Auswirkungen einzuschätzen. Betreffen sie nur Sie selbst – oder auch Ihre Familie? In beiden Fällen gilt: Als Erwachsene übernehmen Sie eine Vorbildrolle. Eine offene Entschuldigung, wenn sie notwendig ist, und ein kurzer Ausblick darauf, wie Sie künftig mit einer ähnlichen Situation umgehen möchten, stärken das Vertrauen Ihres Kindes.
Fehler gegenĂĽber dem Kind besprechen
Manchmal entstehen Fehler aus einer emotionalen Situation heraus: ein ungerechter Kommentar, ein vorschnelles Schimpfen oder eine überhastete Entscheidung. Wichtig ist dann ein ruhiges Gespräch im Nachgang. Erläutern Sie Ihrem Kind, wie es zu Ihrem Verhalten kam, und zeigen Sie Verständnis für seine Perspektive.
Lassen Sie Ihr Kind vollständig zu Wort kommen und entschuldigen Sie sich, wenn Ihr Verhalten ungerecht war. Auch Entscheidungen, die sich später als falsch herausstellen, können Sie transparent erklären: Was hatten Sie sich erhofft – und wie blicken Sie nun darauf?
Erwachsene machen Fehler – und Kinder profitieren davon
Vorbild sein in Haltung und Kommunikation
Der bekannte Gedanke „Irren ist menschlich“ beschreibt, was Kinder im Alltag erleben sollten: niemand ist fehlerlos. Entscheidend ist die Haltung, mit der Erwachsene Fehler zeigen und bearbeiten. Eine offene, souveräne Kommunikation hilft Kindern zu erkennen, dass Fehler dazugehören und bearbeitet werden dürfen.
So lernen sie, selbst mutiger zu handeln, Verantwortung zu übernehmen und Schwierigkeiten nicht als persönliches Scheitern, sondern als Lernchance zu betrachten.
Zuletzt geändert am 27.02.2026
Alexandra von Plüskow-Kaminski hat mehr als 20 Jahre als Grundschullehrerin gearbeitet und war als Fachberaterin tätig. Dabei war sie u.a. zuständig für die Übergänge von der Kita in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule. Seit März 2022 koordiniert sie das Sprachbildungszentrum Lüneburg.