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Iss dich schlau! Was ist dran am Brainfood?

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von Ulrike Lindner

Das Gehirn ist die Steuerzentrale unseres Organismus. Dafür wird Energie benötigt – viel sogar! 20 bis 25 Prozent der Energie, die wir durch Nahrung aufnehmen, verbraucht die graue Masse in unserem Kopf. Die restliche Energie fließt in die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen wie Atmung, Körpertemperatur oder Blutkreislauf. Aber ist es wichtig, in welcher Form diese Energie zugeführt wird?

Lesedauer:
2 min

Brainfood: Energie für das Gehirn

Der aktuelle Brainfood-Trend zeigt: Die richtigen Lebensmittel unterstützen die Gehirnleistung, auch wenn sie uns nicht direkt „klüger“ machen. Entscheidend ist vor allem die kontinuierliche Energieversorgung, denn das Gehirn speichert Energie nicht und benötigt daher eine dauerhafte Zufuhr.

Gleichmäßige Energieversorgung durch Kohlenhydrate

Am besten gelingt eine stabile Versorgung mit komplexen, langkettigen Kohlenhydraten. Diese werden vom Körper langsam in ihre Bausteine zerlegt und gelangen so über längere Zeit ins Gehirn.

Beispiele für komplexe Kohlenhydrate:

  • Vollkornprodukte

  • Kartoffeln

  • Hülsenfrüchte

Fette als Gehirn-Booster

Neben Kohlenhydraten sind Fette wichtige Energielieferanten. Besonders vorteilhaft sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3). Sie wirken günstig auf Nervenzellen und unterstützen sogar die embryonale und frühkindliche Gehirnentwicklung.

Enthalten in:

  • Fisch

  • Raps- oder Walnussöl

  • Nüssen und Trockenfrüchten

Eiweiße für die Botenstoffe des Gehirns

Eiweiße liefern Aminosäuren, aus denen das Gehirn Neurotransmitter bildet – die Grundlage für den Informationsfluss zwischen den Zellen.

Wichtige Eiweißquellen:

  • Fisch

  • Mageres Fleisch

  • Milchprodukte

  • Vollkornprodukte, Nüsse, Samen

  • Hülsenfrüchte

Studien zeigen:

  • Arginin und Asparaginsäure können bei Konzentrationsstörungen helfen

  • Cholin und Lecithin verbessern bereits nach rund zwei Stunden das Kurzzeitgedächtnis

  • Ein Mangel an Folsäure und Vitamin B führt zu nachlassender Gedächtnisleistung

Lebensmittel, die das Gehirn unterstützen

Aus der Energieversorgung lassen sich gezielte Empfehlungen ableiten, die die Gehirnleistung fördern:

Brainfood im Überblick:

  • Eier und Soja: verbessern Konzentration und Kurzzeitgedächtnis

  • Fisch: liefert Omega-3, schützt Zellen, unterstützt Gehirnbotenstoffe und verzögert Zellalterung

  • Obst und Gemüse: steigern Konzentration und verbessern die Reizübertragung; Bananen sind ideale Prüfungs-Snacks

  • Kartoffeln und Hülsenfrüchte: fördern Durchblutung und Kurzzeitgedächtnis

  • Milchprodukte: begünstigen Serotoninproduktion und Gedächtnisleistung

  • Nüsse: schützen Gehirnzellen, reparieren Zellschäden, verbessern Kurzzeitgedächtnis

  • Vollkornprodukte: unterstützen Gedächtnis, Konzentration und Zellteilung

Wasser und Bewegung

Ein oft unterschätzter Faktor ist Wasser: Das Gehirn besteht zu etwa 80 % aus Wasser. Schon kleine Flüssigkeitsverluste beeinträchtigen die Hirnleistung. Ausreichend trinken ist daher essenziell.

Auch Bewegung spielt eine entscheidende Rolle: Sie steigert die Durchblutung des Gehirns und ist mindestens genauso wichtig für gute Gehirnleistung wie die Ernährung.

Zuletzt geändert am 17.02.2026

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Themen:
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Brainfood
Über den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Ulrike Lindner

Ulrike Lindner hat Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste, Berlin, studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin, Werbetexterin und Moderatorin.

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