Der goldene Oktober
Der goldene Oktober
Herrlich bunt gefĂ€rbte BlĂ€tter, frisch gefallene NĂŒsse unter den BĂ€umen und der Geruch von frisch gefallenem Laub in der Nase- wen zieht es da nicht raus in die Natur?
Der Beitrag möchte die interessierten Leserinnen und Leser inspirieren, sich von der herbstlichen Schönheit der Natur anstecken zu lassen und selbst aktiv zu werden.
Interessantes rund um den Monatsnamen Oktober
Der Name Oktober geht auf das lateinische Wort âoctoâ zurĂŒck, das âachtâ bedeutet. Im alten römischen Kalender stand der âmensis octoberâ tatsĂ€chlich an achter Stelle. Mit der Reform des julianischen Kalenders im Jahr 46âŻv.âŻChr. rĂŒckte der Monat auf Platz zehn, behielt aber seinen Namen. Auch nach EinfĂŒhrung des gregorianischen Kalenders durch Papst GregorâŻXIII. im Jahr 1582 blieb der Oktober der zehnte Monat â mit 31 Tagen.
Alte deutsche Bezeichnungen
Weinmonat
Im frĂŒhen Mittelalter fĂŒhrte Karl der GroĂe die Bezeichnung Weinmonat ein. Der Name verweist auf die beginnende Weinlese.
Gilbhart
Der Begriff Gilbhart leitet sich vom Wort gilben ab und beschreibt die GelbfÀrbung des Herbstlaubes.
Wichtige einheimische ErntefrĂŒchte im Oktober
Die Ernte hĂ€ngt stark von Region, Klima und Witterung ab. Manche FrĂŒchte werden im Oktober abgeschlossen, andere beginnen erst jetzt.
Obst: Weintrauben, Ăpfel, WalnĂŒsse, HaselnĂŒsse, Pflaumen, Esskastanien, Preiselbeeren sowie spĂ€te Himâ und Brombeersorten
GemĂŒse: Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Salat, Rettich, Kohlrabi, Radieschen, Rotkohl, Porree
KrÀuter: Petersilie, Kresse, Schnittlauch
Feier- und Festtage im Oktober
3. Oktober â Tag der Deutschen Einheit
Der deutsche Nationalfeiertag erinnert seit 1990 an den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik.
Erntedankfest
Immer am ersten Sonntag im Oktober (nach Michaelis, 29.âŻ9.). Die kirchliche Feier wĂŒrdigt die eingebrachte Ernte.
31. Oktober â Reformationstag
Gedenkt der Reformation durch Martin Luther.
31. Oktober â Halloween
Geht auf BrĂ€uche aus dem katholischen Irland zurĂŒck und vermischt Volksglauben, ErntebrĂ€uche und spĂ€tere Traditionen.
Was gibt es zu tun im Oktober?
Der Oktober bietet zahlreiche Naturâ und SaisonaktivitĂ€ten, die sich auch mit Kindern gut umsetzen lassen.
Waldwanderungen
Beim Erkunden des Waldes sollten grundlegende Regeln gelten: keine Pflanzen mutwillig beschÀdigen, unbekannte Beeren oder Pilze stehen lassen, Tiere nicht stören und innerhalb der Gruppe zusammenbleiben.
Pilze suchen
Am besten geht man zunĂ€chst mit Erwachsenen los. Nur sicher bekannte Pilze sammeln, in Körbchen transportieren und bei Unsicherheiten ein Bestimmungsbuch oder eine Pilzberatung nutzen. Nach dem Sammeln werden die Pilze vorsichtig geputzt und fĂŒr eine Mahlzeit oder zum Trocknen vorbereitet.
Naturmaterialien sammeln
FĂŒr spĂ€tere Bastelarbeiten eignen sich u.âŻa.:
- Zapfen, Bucheckern, Eicheln
- kleine Zweige, RindenstĂŒcke
- Baumpilze, GrÀser, Hagebutten
- bunte HerbstblÀtter
Die Materialien sollten trocken und luftig gelagert werden.
Herbstliche Basteleien
Herbstgestecke auf Baumpilzen oder Baumscheiben, Figuren aus Kastanien, Zapfen oder Bucheckern sowie kleine Walnussschiffchen sind typische Herbstarbeiten.
Ernte und Haltbarmachen
Im Oktober werden oft die letzten FrĂŒchte geerntet: Birnen, Ăpfel, Pflaumen, NĂŒsse oder spĂ€te Kartoffeln und Möhren. Das Erntegut sollte sorgfĂ€ltig kontrolliert werden.
Beliebte Methoden: Apfelmus, Apfelringe, Saft, Einlagern von Kartoffeln sowie Einlegen, Einfrieren oder Trocknen anderer Erzeugnisse. Auch ein Kartoffelfest, etwa am Lukastag, bietet sich an.
Arbeiten im Garten
Die Auswahl der TĂ€tigkeiten richtet sich nach dem Alter der Kinder.
Mögliche Arbeiten:
- den Boden lockern und Steine entfernen
- bei schweren Böden umgraben
- Mist einarbeiten
- Kompost umsetzen oder sieben
- frische Stauden pflanzen und mit Kompost versorgen
- FrĂŒhblĂŒher setzen
- frostempfindliche Pflanzen mit Winterschutz versehen
Der letzte Rat
Trotz aller gut geplanten AktivitĂ€ten sollten Kinder genĂŒgend Freiraum erhalten, um die Natur selbststĂ€ndig zu erkunden â jedoch immer innerhalb klar vereinbarter Regeln zu Zeit und Ort.
Linktipp
Zuletzt geÀndert am 17.02.2026
Jörg Sauer ist ausgebildeter Grundschullehrer und unterrichtet seit ĂŒber 20 Jahren an einer Schule. Neben der LehrertĂ€tigkeit fĂŒhrte er in den vergangenen Jahren zahlreiche Weiterbildungen ĂŒber die Nutzung von Neuen Medien im Unterricht durch.