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Der goldene Oktober

Katze neben Korb mit KĂŒrbissen
Entwicklung und Erziehung
© Ingo Bartussek - Fotolia.de
von Jörg Sauer

Herrlich bunt gefĂ€rbte BlĂ€tter, frisch gefallene NĂŒsse unter den BĂ€umen und der Geruch von frisch gefallenem Laub in der Nase- wen zieht es da nicht raus in die Natur?
Der Beitrag möchte die interessierten Leserinnen und Leser inspirieren, sich von der herbstlichen Schönheit der Natur anstecken zu lassen und selbst aktiv zu werden.

Lesedauer:
5 min

Interessantes rund um den Monatsnamen Oktober

Der Name Oktober geht auf das lateinische Wort „octo“ zurĂŒck, das „acht“ bedeutet. Im alten römischen Kalender stand der „mensis october“ tatsĂ€chlich an achter Stelle. Mit der Reform des julianischen Kalenders im Jahr 46 v. Chr. rĂŒckte der Monat auf Platz zehn, behielt aber seinen Namen. Auch nach EinfĂŒhrung des gregorianischen Kalenders durch Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 blieb der Oktober der zehnte Monat – mit 31 Tagen.

Alte deutsche Bezeichnungen

Weinmonat

Im frĂŒhen Mittelalter fĂŒhrte Karl der Große die Bezeichnung Weinmonat ein. Der Name verweist auf die beginnende Weinlese.

Gilbhart

Der Begriff Gilbhart leitet sich vom Wort gilben ab und beschreibt die GelbfÀrbung des Herbstlaubes.

Wichtige einheimische ErntefrĂŒchte im Oktober

Die Ernte hĂ€ngt stark von Region, Klima und Witterung ab. Manche FrĂŒchte werden im Oktober abgeschlossen, andere beginnen erst jetzt.

Obst: Weintrauben, Äpfel, WalnĂŒsse, HaselnĂŒsse, Pflaumen, Esskastanien, Preiselbeeren sowie spĂ€te Him‑ und Brombeersorten
GemĂŒse: Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Salat, Rettich, Kohlrabi, Radieschen, Rotkohl, Porree
KrÀuter: Petersilie, Kresse, Schnittlauch

Feier- und Festtage im Oktober

3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit

Der deutsche Nationalfeiertag erinnert seit 1990 an den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik.

Erntedankfest

Immer am ersten Sonntag im Oktober (nach Michaelis, 29. 9.). Die kirchliche Feier wĂŒrdigt die eingebrachte Ernte.

31. Oktober – Reformationstag

Gedenkt der Reformation durch Martin Luther.

31. Oktober – Halloween

Geht auf BrĂ€uche aus dem katholischen Irland zurĂŒck und vermischt Volksglauben, ErntebrĂ€uche und spĂ€tere Traditionen.

Was gibt es zu tun im Oktober?

Der Oktober bietet zahlreiche Natur‑ und SaisonaktivitĂ€ten, die sich auch mit Kindern gut umsetzen lassen.

Waldwanderungen

Beim Erkunden des Waldes sollten grundlegende Regeln gelten: keine Pflanzen mutwillig beschÀdigen, unbekannte Beeren oder Pilze stehen lassen, Tiere nicht stören und innerhalb der Gruppe zusammenbleiben.

Pilze suchen

Am besten geht man zunĂ€chst mit Erwachsenen los. Nur sicher bekannte Pilze sammeln, in Körbchen transportieren und bei Unsicherheiten ein Bestimmungsbuch oder eine Pilzberatung nutzen. Nach dem Sammeln werden die Pilze vorsichtig geputzt und fĂŒr eine Mahlzeit oder zum Trocknen vorbereitet.

Naturmaterialien sammeln

FĂŒr spĂ€tere Bastelarbeiten eignen sich u. a.:

  • Zapfen, Bucheckern, Eicheln
  • kleine Zweige, RindenstĂŒcke
  • Baumpilze, GrĂ€ser, Hagebutten
  • bunte HerbstblĂ€tter

Die Materialien sollten trocken und luftig gelagert werden.

Herbstliche Basteleien

Herbstgestecke auf Baumpilzen oder Baumscheiben, Figuren aus Kastanien, Zapfen oder Bucheckern sowie kleine Walnussschiffchen sind typische Herbstarbeiten.

Ernte und Haltbarmachen

Im Oktober werden oft die letzten FrĂŒchte geerntet: Birnen, Äpfel, Pflaumen, NĂŒsse oder spĂ€te Kartoffeln und Möhren. Das Erntegut sollte sorgfĂ€ltig kontrolliert werden.
Beliebte Methoden: Apfelmus, Apfelringe, Saft, Einlagern von Kartoffeln sowie Einlegen, Einfrieren oder Trocknen anderer Erzeugnisse. Auch ein Kartoffelfest, etwa am Lukastag, bietet sich an.

Arbeiten im Garten

Die Auswahl der TĂ€tigkeiten richtet sich nach dem Alter der Kinder.

Mögliche Arbeiten:

  • den Boden lockern und Steine entfernen
  • bei schweren Böden umgraben
  • Mist einarbeiten
  • Kompost umsetzen oder sieben
  • frische Stauden pflanzen und mit Kompost versorgen
  • FrĂŒhblĂŒher setzen
  • frostempfindliche Pflanzen mit Winterschutz versehen

Der letzte Rat

Trotz aller gut geplanten AktivitĂ€ten sollten Kinder genĂŒgend Freiraum erhalten, um die Natur selbststĂ€ndig zu erkunden – jedoch immer innerhalb klar vereinbarter Regeln zu Zeit und Ort.

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Zuletzt geÀndert am 17.02.2026

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Über den Autor/die Autorin
Foto des lernando-Autors Jörg Sauer

Jörg Sauer ist ausgebildeter Grundschullehrer und unterrichtet seit ĂŒber 20 Jahren an einer Schule. Neben der LehrertĂ€tigkeit fĂŒhrte er in den vergangenen Jahren zahlreiche Weiterbildungen ĂŒber die Nutzung von Neuen Medien im Unterricht durch.

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