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Das passende Schulpraktikum finden

Gruppenfoto mit Menschen verschiedener Berufsgruppen
Wissen und Bildung
© Kurhan - Fotolia.de
von Bettina Levecke

Arbeitsluft schnuppern, Berufe kennenlernen und Zukunftswünsche überprüfen: Das Schulpraktikum in der 9. oder 10. Klasse ermöglicht Schülern, sich einen ersten Eindruck von der Arbeitswelt zu machen. Die Auswahl sollte sorgfältig erfolgen.

Lesedauer:
4 min

Schülerpraktikum – zwei Wochen Arbeitswelt statt Schulalltag

FĂĽr viele Jugendliche ist das SchĂĽlerpraktikum eine willkommene Abwechslung: zwei Wochen lang Schultasche gegen Arbeitskleidung tauschen und neue Erfahrungen sammeln.
Das Praktikum – je nach Schulform in der 9., 10. oder 11. Klasse – hat einen klaren pädagogischen Auftrag: Es soll Einblicke in die Berufswelt geben und praktische Erfahrungen ermöglichen.
Umso wichtiger ist eine gute Vorbereitung und die richtige Wahl des Praktikumsplatzes.


FrĂĽhzeitig einen Platz sichern

Schüler, die bereits konkrete Berufswünsche haben, sollten möglichst frühzeitig Kontakt zu Betrieben aufnehmen.
Gerade in Städten sind beliebte Praktikumsstellen viele Monate im Voraus vergeben.

Tipps:

  • Praktikumstermin frĂĽh im Schuljahr beim Lehrer oder im Sekretariat erfragen
  • gewĂĽnschte Betriebe direkt ansprechen
  • Absagen ernst nehmen – oft lohnt sich frĂĽhes Nachfragen im nächsten Schuljahr

Die Qual der Wahl – welcher Praktikumsplatz passt?

SchĂĽler ohne konkrete Berufsvorstellung brauchen zuerst Orientierung.
Diese Fragen helfen beim Brainstorming:

  • WofĂĽr interessiere ich mich?
  • Womit beschäftige ich mich gerne?
  • Welche Tätigkeiten wĂĽrde ich gerne ausprobieren?
  • In welchen Beruf wĂĽrde ich gerne „hineinschnuppern“?
  • Welche Firmen und Einrichtungen gibt es in meiner Nähe?

Hilfreiche Quellen:

  • Internetrecherche (regionale Angebote, Branchenlisten)
  • Gelbe Seiten / Firmenverzeichnisse
  • Gespräche mit älteren Freunden, Geschwistern oder MitschĂĽlern

Bewährt ist es, nach Erfahrungen anderer zu fragen:
Wo war es gut? Wo eher nicht?


Weitere Möglichkeiten für die Suche

  • Messen & Gewerbeschauen: Betriebe aus der Region kennenlernen, direkt Kontakte knĂĽpfen
  • Tage der offenen TĂĽr: Firmen zeigen Arbeitsbereiche, Prozesse und Tätigkeiten
  • Erwachsene im Umfeld fragen: Nachbar, Sporttrainer, Onkel – ĂĽber solche Kontakte ergeben sich oft ungeahnte Praktikumsplätze
  • Mutig sein: Auch ungewöhnliche Berufe ausprobieren, z. B. Bestatter, Hundetrainer, Politik
  • Nichts ausschlieĂźen: Auch Bewerbungen in Berufen, die ein Studium erfordern – Praktika sind zum Schnuppern da

Die Bewerbung – der erste Schritt in die Arbeitswelt

Die Kontaktaufnahme sollte immer vom Schüler selbst erfolgen – nicht von den Eltern.
Ein Telefonanruf reicht oft aus, um zu klären:

  • Ist ein Platz frei?
  • Darf ich mich vorstellen?
  • Wen kann ich ansprechen?

Tipps fĂĽr das Telefonat:

  • Name, Alter, Schule und Praktikumszeit nennen
  • erklären, warum man das Praktikum dort machen möchte
  • Stichpunkte vorher notieren, falls Nervosität besteht

Schriftliche Bewerbung

Manche Schulen verlangen eine Bewerbungsmappe. Diese sollte:

  • fehlerfrei
  • sauber gestaltet
  • professionell wirken

Viele groĂźe Unternehmen bieten Online-Bewerbungen an.

Persönliches Vorstellen

Falls die Firma interessiert ist, unbedingt vorbeigehen:

  • erster Eindruck vom Betrieb
  • Kontaktperson kennenlernen
  • Fragen zu Kleidung, Arbeitszeiten oder Anforderungen klären

Tipps fĂĽr den Vorstellungstermin

  • vorher nach einem Ansprechpartner fragen
  • authentisch bleiben – Aufregung ist erlaubt
  • pĂĽnktlich sein
  • mit Handschlag vorstellen und bedanken
  • angemessene Kleidung wählen (nicht im Blaumann zur Bank)
  • Unterlagen mitnehmen (Lebenslauf, ggf. Bewerbungsmappe)

Zuletzt geändert am 13.02.2026

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Themen:
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Ăśber den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Bettina Levecke

Bettina Levecke ist freie Journalistin aus der Nähe von Bremen. Ihre Themenschwerpunkte sind Gesundheit, Familie und Nachhaltigkeit.

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