Direkt zum Inhalt

Haustier ja oder nein?

Mädchen mit kaninchen
Entwicklung und Erziehung
© stock.adobe.com/DoraZett
von Ulrike Lindner

Sie sind flauschig und niedlich, können die besten Freunde werden und sind oft die besten Zuhörer für Kindersorgen: Haustiere. Kein Wunder, dass fast in jedem Haushalt mit Kindern früher oder später die Frage aufkommt „Schaffen wir uns ein Haustier an – oder lieber nicht?“

Lesedauer:
3 min

Entscheidung für ein Haustier gut abwägen

Die Anschaffung eines Haustiers sollte wohlüberlegt und ohne Druck getroffen werden. Kinder können betteln oder Versprechen machen, doch die Entscheidung pro oder contra Haustier hat langfristige Konsequenzen. Sie bedeutet Verantwortung, Veränderungen im Haushalt und regelmäßige Pflegeaufgaben.


Haustiere können teuer sein

Auch kleine Tiere wie Meerschweinchen, Kaninchen oder Mäuse sind nicht billig. Sie benötigen:

  • einen artgerechten Stall oder Käfig, eventuell ein Freigehege

  • Futter, Streu, Spielzeug

  • tierärztliche Versorgung

Hinzu kommt, dass viele Kleintiere soziale Tiere sind und nicht allein gehalten werden sollten. Große Haustiere wie Hunde oder Katzen sind noch aufwändiger: Impfungen, Hundeschule, Steuern und viel Zeitaufwand kommen hinzu.


Wer kümmert sich um das Haustier?

Bevor ein Tier einzieht, sollte geklärt werden, wer sich wirklich um das Tier kümmern kann – auch während Ferien oder an arbeitsreichen Tagen.

  • Hunde benötigen viel Auslauf, Gesellschaft und Ansprache.

  • Kleintiere brauchen regelmäßig frisches Futter, sauberen Stall und Pflege.

  • Manche Familien haben Allergien oder wenig Platz – das beeinflusst, welches Haustier geeignet ist.

Eltern sollten sicherstellen, dass Kinder für die Pflege bereit sind und Aufgaben nicht dauerhaft auf die Erwachsenen abfallen.


Haustiere tun Kindern gut

Haustiere haben positive Effekte auf Kinder:

  • Sie senken den Stresspegel – Streicheln beruhigt Puls und Atmung.

  • Kinder lernen Rücksichtnahme und Verantwortung, z. B. beim Füttern oder Reinigen.

  • Sie erfahren, dass andere Lebewesen eigene Bedürfnisse haben, was Toleranz und Empathie fördert.

  • Erfolge bei der Pflege stärken das Selbstbewusstsein der Kinder.


Auf einen Blick: Welches Haustier passt zu uns?

Nagetiere

  • Hamster: nachtaktiv, eher für Beobachtung geeignet

  • Meerschweinchen & Kaninchen: soziale Tiere, mindestens zu zweit halten, großer Käfig, Freigehege, regelmäßige Pflege

  • Mäuse & Ratten: beliebt, ebenfalls sozial

Vögel

  • Sollten mindestens zu zweit gehalten werden

  • Große Voliere und Freiflüge nötig

  • Für Kinder begrenzt geeignet, geringer „Kuschelfaktor“

Hunde

  • Sehr sozial, brauchen viel Auslauf und Ansprache

  • Kosten: Hundesteuer, Haftpflicht, Tierarzt, Futter

  • Ideales Familienhaustier, wenn Bedingungen stimmen

Katzen

  • Können gut allein gehalten werden, reine Wohnungskatzen fühlen sich zu zweit wohler

  • Eigenständig, nicht immer kuschelig

  • Verhalten kann auch mal Kratzen statt Zuneigung bedeuten


Zuletzt geändert am 17.02.2026

Beitrag teilen:
Themen:
Haustier
Eltern
Kinder
Pflichten
Verantwortung
Geschenk
Über den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Ulrike Lindner

Ulrike Lindner hat Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste, Berlin, studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin, Werbetexterin und Moderatorin.

Weitere Beiträge lesen