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Museen mit Kindern erleben

Mutter und Tochter zusammen im Museum
Freizeit und Erholung
© JackF - Fotolia.com
von Jörg Sauer

Museen sind Orte mit einer besonderen Atmosphäre. Hier sind Dinge der unterschiedlichsten Art für die Besucher ausgestellt. Dabei können besonders bei Kindern Interessen geweckt und weiter entwickelt werden. Leicht gesagt, manchmal schwierig umzusetzen. Der nachfolgende Beitrag regt an, mit Kindern zusammen Museumsbesuche zu erleben.

Lesedauer:
3 min

Wissenswertes rund um das Museum

Das Wort „Museum“ leitet sich vom griechischen „mouseíon“ ab – der „Ort der Musen“. Die Musen galten in der Antike als Schutzgöttinnen von Kultur, Kunst und Wissenschaft. Ein Museum ist damit ein Ort, an dem öffentliche Sammlungen zur menschlichen Kulturentwicklung bewahrt und zugänglich gemacht werden.

Ziel eines Museums ist es, Gegenstände aus Vergangenheit und Gegenwart fachgerecht, thematisch geordnet und dauerhaft zu präsentieren. Viele Exponate können aus Platzgründen nicht ausgestellt werden und lagern stattdessen im Depot. Museen bieten Dauerausstellungen und Wechselausstellungen, oft ergänzt durch Themenführungen oder museumspädagogische Angebote.

Museen lassen sich nach ihren Sammlungsbereichen einteilen: Kunst‑, kulturhistorische, völkerkundliche oder wissenschaftliche Museen. Unter den vielen Typen spielen auch Kindermuseen eine wichtige Rolle. Ergänzend sei das Deutsche Spielemuseum in Chemnitz erwähnt.

Tipps fĂĽr einen erfolgreichen Museumsbesuch

Moderne Museumspädagogik setzt verstärkt auf Erlebnisse mit mehreren Sinnen. Anfassen, ausprobieren, hören oder riechen sind oft spannender als reines Betrachten. Besonders Freilichtmuseen oder interaktive Einrichtungen sprechen Kinder stark an.

Vorbereitung

Eine gute Planung erleichtert den Museumsbesuch:

  • Alter der Kinder berĂĽcksichtigen
  • evtl. gemeinsam mit befreundeten Familien planen
  • passende Einrichtung auswählen:
    Thema, Art des Museums, spezielle Kinderangebote, Ort, Erreichbarkeit, Entfernung
  • ausreichend Essen und Trinken einpacken
  • genug Zeit einplanen – weniger ist oft mehr
  • ĂĽberlegen, wie Erlebnisse festgehalten werden können
  • sich im Vorfeld informieren und ggf. einen Termin vereinbaren
  • Regeln klären:
    • Exponate nicht berĂĽhren
    • vorsichtiges Verhalten in Räumen, Gängen, auf Treppen oder TĂĽrmen
    • nur ausgewiesene Wege nutzen
    • bei Fragen höflich nach UnterstĂĽtzung fragen
    • Informationsmaterial nur in angemessenem Umfang mitnehmen

Oft ist es sinnvoll, Rucksäcke abzunehmen, besonders in engen Räumen oder bei wertvollen Exponaten.

Tipp: Alles Wichtige (Rucksack, Getränke, Proviant) am Vortag bereitlegen.

Am Ausflugstag

Der Tag beginnt am besten mit einem guten Frühstück und einem kurzen Materialcheck. Je nach Museum können Kinder bestimmte Abschnitte allein oder begleitet erkunden. Wichtig sind klare Absprachen zu Treffpunkten und Zeiten.

Zum Dokumentieren eignen sich:

  • kleine Skizzen
  • Fotos (Fotografiererlaubnis beachten!)
  • Notizen von Tafeln und Beschriftungen

Ein gemeinsamer Abschluss – etwa ein Imbiss im Freien oder ein Besuch in einer Gastwirtschaft – rundet den Museumsbesuch angenehm ab.

Aufbereitung der Erlebnisse

Nach ersten Eindrücken lohnt es sich, über schöne und besondere Momente des Besuchs zu sprechen. Auch weniger positive Erfahrungen dürfen genannt werden. Weitere Formen der Aufarbeitung:

Fotobuch

  • aussagekräftige Fotos auswählen
  • Bildunterschriften und kleine Texte hinzufĂĽgen

Museumsheftchen

  • Deckblatt gestalten
  • ausgewählte Bilder einkleben
  • EindrĂĽcke oder Erlebnisse aufschreiben
  • Darstellung eines besonders eindrucksvollen Moments
  • Nutzung einfacher Computerprogramme möglich
  • Heft vervielfältigen und verschenken; ggf. ein Exemplar an das Museum schicken

Kommentar

Die Beschäftigung mit der regionalen Geschichte – ob in Museen, auf historischen Plätzen oder bei Ausstellungen – ist wertvoll für Kinder. Sie entdecken neue Perspektiven, erweitern ihr Wissen und treten aus ihrem gewohnten Umfeld heraus. Museumsbesuche fördern Phantasie, Kreativität und intellektuelle Entwicklung – und bleiben oft lange in Erinnerung.

Linktipps


Quelle

  1. Bertelsmann Universal Lexikon, Band 12, Bertelsmann Verlag GmbH, GĂĽtersloh, 1993, Seite 202
  2. ebd.
  3. ebd.

Zuletzt geändert am 17.02.2026

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Ăśber den Autor/die Autorin
Foto des lernando-Autors Jörg Sauer

Jörg Sauer ist ausgebildeter Grundschullehrer und unterrichtet seit über 20 Jahren an einer Schule. Neben der Lehrertätigkeit führte er in den vergangenen Jahren zahlreiche Weiterbildungen über die Nutzung von Neuen Medien im Unterricht durch.

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