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Achtung Dickmacher: Versteckte Zuckerfallen und andere Problem-Lebensmittel

Foto eines süßen Frühstücks
Wissen und Bildung
© nata_vkusidey - Fotolia.de
von Ulrike Lindner

Ihr Kind hat Lust auf Süßigkeiten? Das ist völlig normal und doch für die meisten Familien eine Herausforderung: Wie viel Süßes ist in Ordnung? Ab wann wird die Ernährung zu ungesund? Und in welchen Lebensmitteln verstecken sich Zucker und Fett in großen Mengen? Hier finden Sie eine Hilfestellung für Eltern.

Lesedauer:
3 min

Gesunde Ernährung von Kindern: Genuss und Achtsamkeit verbinden

Die richtige Ernährung von Kindern ist ein sensibles Thema. Genuss und Freude am Essen sind ebenso wichtig wie die Gesundheit des Kindes. Eltern brauchen dafür nicht nur die passende Einstellung, sondern auch Hintergrundwissen über Lebensmittel und Verdauung.

Auf Ernährung achten heißt auf Gesundheit achten

Wenn Kinder bereits gesundheitlich bedenkliches Gewicht haben, lohnt es sich, die tägliche Ernährung auf versteckte Fett- und Zuckerfallen zu überprüfen. Dabei ist nicht jede vermeintlich gesündere Alternative automatisch besser.

Beispiele:

  • Naschen: Lieber Gummibärchen statt Schokolade? Gummibärchen enthalten zwar kein Fett, dafür umso mehr Zucker, der sich negativ auf das Gewicht auswirkt.

  • Getränke: Apfelsaft statt Cola? Falsch gedacht – Saft hat fast genauso viele Kalorien wie Limonade. Auch „ohne Zuckerzusatz“ bedeutet nicht automatisch gesund, da Fructose in großen Mengen problematisch sein kann. Bessere Alternativen: Saftschorlen, Mineralwasser oder ungesüßte Fruchttees.

Milch, Fleisch und versteckte Kalorien

Auch Milch- und Fleischprodukte enthalten viele Kalorien. Light-Varianten sind nicht immer die beste Wahl:

  • Vollmilch liefert Kalzium, Magermilch spart nur ca. 27 Kalorien pro Glas – oft essen Menschen dann mehr, was den Effekt wieder aufhebt.

  • Fleisch und Wurst: Schweineschnitzel hat deutlich mehr Fett als Putenfleisch; Geflügelaufschnitt ist fettärmer als Mett- oder Leberwurst.

  • Fisch und Meeresfrüchte: Thunfisch oder Calamares enthalten fast 15 % Fett, gegrillte Scampi deutlich weniger.

Backwaren und Weißmehlprodukte

Viele Backwaren sind echte Kalorienfallen, selbst wenn es auf den ersten Blick nicht auffällt:

  • Croissants enthalten rund 20 g Fett pro Portion – mehr als ein Cheeseburger.

  • Trockene Kuchen (z. B. Marmorkuchen) sind fettreich, Obstkuchen ohne Sahne eine bessere Wahl. Tipp: Kindergeburtstagskuchen selbst backen und Zuckermenge reduzieren.

  • Toastbrot aus Weißmehl wird im Darm schnell zu Zucker gespalten, was Blutzucker und Heißhunger steigert. Gesündere Alternative: Vollkornbrot.


Zuletzt geändert am 17.02.2026

Gesunde Ernährung und Wissen über die menschliche Verdauung zum Nachschlagen und gemeinsamen Lesen

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„Zuckerfrei“ ist kein Freifahrtsschein

Dass Süßes dick macht, wissen die meisten. Denn in Eis oder Nutella steckt nicht nur viel Fett, sondern auch viel Zucker. Zucker versteckt sich jedoch auch in Lebensmitteln, in denen man die Süße geschmacklich gar nicht so leicht bemerkt: wie in Tomatenketchup, Gewürzgurken oder herzhaften Fertigprodukten wie Kartoffelsalat.

Auch der Hinweis „zuckerfrei“ ist keinesfalls als Freifahrtsschein zu verstehen. Er bezieht sich nämlich nur auf den Haushaltszucker Saccharose. Andere Zuckerarten wie Fructose (Fruchtzucker), Glucose (Traubenzucker), Maltose (Malzzucker) oder Laktose (Milchzucker) dürfen den vermeintlich zuckerfreien Lebensmitteln trotzdem in beliebiger Menge beigesetzt werden.

Ist Süßstoff die bessere Wahl als Zucker?

Auch Süßstoffe sehen viele Experten kritisch, denn sie stehen im Verdacht, zwar weniger oder keine Kalorien zu enthalten, dafür aber den Heißhunger anzuregen. Nicht zuletzt senken Süßstoffe wegen ihrer besonders intensiven Süße das Geschmacksempfinden für „süß“ und können damit einen gesteigerten Konsum von Süßigkeiten zur Folge haben.

Wie kann ich meinem Kind zu einer besseren Ernährung verhelfen?

Insgesamt lauten die Empfehlungen vieler Fachleute, auf verarbeitete Lebensmittel eher zu verzichten und dafür auf Gemüse, Obst und gesundheitsfördernde Ernährungsformen wie die sogenannte "Mittelmeer-Diät" zu setzen. Diese soll sowohl positive Auswirkungen auf die Gesundheit als auch auf die Lebensqualität haben. Gegessen werden bei dieser Ernährungsweise viele pflanzliche Produkte, maßvolle Mengen tierischer Lebensmittel und gesunde Fette. Eine solche Ernährungsform kann in der gesamten Familie etabliert werden. Das tut auch den Eltern gut und fördert bei Kindern das Verständnis zu ausgewogener Ernährung.

Wenn bei Ihrem Kind dann doch der Appetit auf Süßes kommt, sollte auf eine moderate Menge geachtet werden. Naschen ist etwas besonderes, findet in Maßen statt und muss nicht täglich sein.

Außerdem helfen die kleinen Tipps und Tricks: bei süßem Heißhunger zu frischem Obst greifen oder lieber zur dunklen Zartbitterschokolade als zur Vollmilchvariante.

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Über den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Ulrike Lindner

Ulrike Lindner hat Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste, Berlin, studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin, Werbetexterin und Moderatorin.

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