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Probleme mit der Lehrkraft -

So führen Eltern schwierige Gespräche mit der Lehrkraft ihres Kindes

Elterngespräch mit einem Jungen und seiner Mutter
Wissen und Bildung
© Africa Studio - Fotolia.de
von Alexandra von Plüskow - Kaminski

Ihr Kind fühlt sich nicht wohl in der Klasse? Es ist unsicher im Umgang mit der Lehrkraft? Oder es hat das Gefühl, den Unterrichtsstoff nicht bewältigen zu können? Dies sind Schwierigkeiten, bei denen Sie den Dialog mit der Lehrkraft suchen sollten. Doch - was können Eltern tun, wenn die Lehrkraft selbst das „Problem“ darstellt? Der folgende Beitrag nennt mögliche Lösungswege.

Lesedauer:
2 min

Fürsorge für Ihr Kind erkennen und handeln

Wenn Ihr Kind über körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauchweh oder Übelkeit klagt oder die Lust am Schulbesuch verliert, können dies Hinweise auf unterschiedliche Belastungen sein. Mögliche Ursachen reichen von Unter- oder Überforderung durch den Unterrichtsstoff über belastende Situationen innerhalb der Klassen- oder Schulgemeinschaft bis hin zu Schwierigkeiten im Umgang mit bestimmten Verhaltensweisen der Lehrkraft.

Es ist entscheidend, diese Anzeichen ernst zu nehmen und behutsam vorzugehen, um die schulische und emotionale Gesundheit Ihres Kindes zu unterstützen.

Den Dialog suchen

Mit dem Kind

Sind körperliche Ursachen ausgeschlossen, ist der erste Schritt, das Gespräch mit Ihrem Kind zu führen. Dabei gilt es, behutsam auf Beobachtungen einzugehen und dem Kind die Möglichkeit zu geben, Sorgen offen zu äußern.

Wichtige Aspekte im Gespräch:

  • Beobachtungen behutsam ansprechen und nachfragen, ob sie zutreffen

  • Aufmerksamkeit zeigen und Kerninhalte notieren

  • Bei Bedarf eine vertraute Person einbeziehen, etwa Großeltern oder enge Freunde

So entsteht ein ehrlicher Austausch, der es Ihrem Kind erleichtert, über Belastungen zu sprechen.

Mit der Lehrkraft

Nach dem Gespräch mit Ihrem Kind sollten Sie auch die Lehrkraft informieren. Ziel ist es, gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln, die das Kind unterstützen. Dabei empfiehlt es sich:

  • Gesprächsbedarf frühzeitig telefonisch oder schriftlich anmelden

  • Sachlich und neutral schildern, welche Belastungen Ihr Kind erlebt

  • Ergebnisse schriftlich festhalten und klare Ziele für die weitere Zusammenarbeit vereinbaren

  • Einen festen Folgetermin zur Überprüfung des Fortschritts vereinbaren

Eine offene und strukturierte Kommunikation erleichtert die Kooperation und den kontinuierlichen Austausch.

Wenn die Lehrkraft nicht kooperiert

Manchmal zeigen Lehrkräfte zunächst keine Gesprächsbereitschaft. In diesem Fall ist es sinnvoll, einen Brief zu schreiben, der den Gesprächsbedarf und die Bedeutung der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft betont. Reagiert die Lehrkraft nicht, kann ein Termin über das Sekretariat oder die Schulleitung vereinbart werden.

Während des Gesprächs kann es vorkommen, dass die Lehrkraft nicht kooperativ ist. Wichtig ist dann: Unterschiede im Verhalten Ihres Kindes zu Hause und in der Schule sachlich schildern, Sorgen ernst nehmen und die Möglichkeit einer neutralen Beratungslehrkraft nutzen. Scheitert das Gespräch, sollte die Schulleitung einbezogen werden. Viele Schulen verfügen über speziell geschulte Personen, die bei Konfliktsituationen vermitteln können.

Hartnäckig bleiben

Bleiben Sie aktiv, wenn die schulische Situation Ihres Kindes nicht optimal verläuft. Folgende Maßnahmen können dabei helfen:

  • Weitere Experten oder Fachstellen einbeziehen, wie Beratungslehrkräfte oder den schulpsychologischen Dienst

  • Multiprofessionelle Unterstützung organisieren, um die bestmögliche Hilfe für Ihr Kind sicherzustellen

Hartnäckigkeit ist ein zentraler Faktor, um die schulische und emotionale Unterstützung Ihres Kindes langfristig zu gewährleisten.

Zuletzt geändert am 27.02.2026

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Themen:
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Über den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Alexandra von Plüskow-Kaminski

Alexandra von Plüskow-Kaminski hat mehr als 20 Jahre als Grundschullehrerin gearbeitet und war als Fachberaterin tätig. Dabei war sie u.a. zuständig für die Übergänge von der Kita in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule. Seit März 2022 koordiniert sie das Sprachbildungszentrum Lüneburg.

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