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Lernen mit Apps

Junge nutzt Smartphone mit Touch-Pen
Wissen und Bildung
© Oks_Mit - iStockphoto.com
von Dr. Birgit Ebbert

Noch vor wenigen Jahren wusste niemand, was Apps waren. Heute ist das anders. Jeder, der mit der Zeit gehen möchte, besitzt ein Smartphone und lädt sich kleine Programme darauf, die ihm den Alltag und das Lernen erleichtern.

Lesedauer:
4 min

Apps – die Lernmittel der Zukunft?

Noch vor wenigen Jahren wusste kaum jemand, was „Apps“ sind – und „Applikation“ verband man eher mit einem Flicken auf einer Kinderhose als mit Technik. Heute laden Millionen Menschen täglich kleine Programme auf ihr Smartphone, um Alltag und Lernen zu erleichtern.

Doch stellt sich die Frage: Ist das wirklich neu – und ist es wirklich nötig?
Ein Blick auf den Markt zeigt: Viele Apps wirken aufregend und modern, aber oft sind ihre Inhalte dieselben wie in Büchern oder Lernsoftware. Die App ist häufig nur eine andere Darreichungsform.

In diesem Artikel finden sich Denkanstöße und Einschätzungen – wissenschaftliche Studien dazu gibt es kaum, was typisch für ein junges Medium ist. Bemerkenswert: Während frühere Medien wie Film, Fernsehen oder Computer zunächst verteufelt wurden, werden neue Technologien heute eher mit Neugier und Optimismus begrüßt.


Apps – kleine Programme auf dem Smartphone

Der Begriff „App“ ist die Kurzform von Application – also schlicht ein Anwendungsprogramm. Neu sind solche Programme nicht.
Doch mit dem iPhone und dessen App‑Store begann ab 2008 ein rasanter Siegeszug:

  • Apps wurden sichtbar, leicht zugänglich und installierbar.
  • Smartphones wurden leistungsfähiger und boten endlich genug Speicherplatz.
  • Entwickler – von Konzernen bis Hobbyprogrammierern – konnten eigene Apps veröffentlichen.

Wichtig vor der Installation:

  • Funktioniert die App auf dem eigenen Betriebssystem (iOS, Android)?
  • Welche Kosten entstehen?
    • einmalige Kaufkosten
    • oder wiederkehrende NutzungsgebĂĽhren (z. B. Navigation, Recherche)?

Apps sind also nichts Magisches – sie sind Programme, die durch Smartphones massentauglich wurden.


Lern-Apps – der Nürnberger Trichter?

Wer „Lern-App“ googelt, findet unzählige Angebote, die fast Wunder versprechen.
Es klingt, als wäre der Nürnberger Trichter endlich erfunden worden.

Doch ein genauer Blick zeigt:

Apps nehmen einem das Lernen nicht ab.

  • Grammatikregeln bleiben Grammatikregeln
  • Vokabeln mĂĽssen weiterhin wiederholt werden
  • Rechenwege mĂĽssen verstanden werden

Apps sind also alter Lernstoff in neuer Form – aber diese neue Form bringt Vorteile.


Wo Lern-Apps wirklich helfen

1. Sofort verfügbar – überall

Viele Aufgaben stehen jederzeit bereit.
Warten auf den Bus? 10 Minuten lernen.
Unterwegs im Zug? Eine Vokabelrunde starten.
→ Besonders effektiv für motivierte Schüler.

2. Motivation durch Medium

Apps sind aktuell „cool“ und können Lernunlust reduzieren.
Das Smartphone wirkt oft weniger einschĂĽchternd als das Schulbuch.

3. Vielfältige Formate

  • interaktive Ăśbungen
  • Sprachausgabe
  • Belohnungssysteme
  • kleine Spielelemente

Sie setzen an der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen an.

4. Alltagstaugliche Ergänzung

Apps sind keine Zaubermittel, aber hinderlich sind sie auch nicht – höchstens für den Geldbeutel.
Wichtig ist daher:
Vor dem Download stets Preis und GebĂĽhren prĂĽfen!


Links

  • Ein kurzer Ăśberblick zur Geschichte und Technik von Apps:
    https://de.wikipedia.org/wiki/App

Literatur

  • Christoph Dirkes / Alexander SchĂĽtte: What’s App? Genial und verrĂĽckt! Die Welt der kleinen Alleskönner. SĂĽdwest Verlag, 2010
  • Christian Immler / David Kaiser: Auf die Schnelle: Die besten Android Apps. Data Becker, 2012

Zuletzt geändert am 13.02.2026

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Themen:
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Ăśber den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Birgit Ebbert

Dr. Birgit Ebbert ist freie Autorin und als Diplom-Pädagogin seit vielen Jahren in der Elternarbeit und Lehrerfortbildung tätig. Neben Kinderbüchern und Krimis schreibt sie Elternratgeber, Lernhilfen, Vorlesegeschichten und Bücher über kreatives Arbeiten mit Papier.

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