Mit den Kids an den Strand
Mit den Kids an den Strand
Bald rollen die Familienkombis wieder Richtung Meer. Dann wird gebadet und stundenlang im Sand gebuddelt. Nicht ohne Gefahr: Jedes Jahr erleiden Kinder Hitzeschläge und Verbrennungen durch die Sonne. Ein Kinderarzt erklärt, worauf Eltern achten müssen.
Sicher am Strand: Wie Kinder vor Sonne, Hitze und Wassergefahren geschützt werden
Mit Schaufeln und Eimern startet der perfekte Strandtag. Mama trägt die Kühltasche, Papa den Sonnenschirm, die Wellen rauschen – das Paradies für Kinder. Doch die Idylle birgt Risiken: Während die frische Meeresbrise die Haut kühlt, dringen die UV‑Strahlen unbemerkt tief in die Haut ein. Ohne Schatten droht schnell ein Sonnenbrand.
Kinderarzt Dr. Thomas Hoek warnt: „Sonnenbrand ist Gift für die Haut und erhöht das Krebsrisiko deutlich.“
Sonnenbrand kommt ohne Vorwarnung
Sonnenbrand kündigt sich nicht an. Sobald sich die Haut rötet, ist der Schaden bereits entstanden. Deshalb brauchen Kinder konsequenten Schutz – von Anfang an.
Wichtige Regeln:
- Nicht zu lange am Stück am Strand bleiben
- Alle 2–3 Stunden eine Pause im Schatten einlegen (Eisdiele, Dünen, Café)
- Mittagssonne unbedingt meiden, da die Strahlung hier am stärksten ist
Sonnenschutz: unverzichtbar und rechtzeitig auftragen
Etwa eine Stunde vor dem Strandbesuch sollte die Kinderhaut komplett eingecremt werden – von Kopf bis Fuß.
Worauf Eltern achten sollten:
- Hochwertige Sonnencreme verwenden
- Mineralische Filter bevorzugen (sie bleiben auf der Haut und dringen nicht ein)
- Regelmäßig nachcremen – Sand und Wasser reiben den Schutz ab
- UV‑Schutzkleidung nutzen – ideal auch zum Schwimmen
Hitzeschutz und Überhitzung vermeiden
Eine Kopfbedeckung ist Pflicht, besonders bei feinem Haar. Ohne Schutz drohen Sonnenbrand auf der Kopfhaut und gefährliche Überhitzung.
Warnzeichen für Überhitzung:
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Übelkeit
- Teilweise sogar Kreislaufkollaps oder Ohnmacht
Wichtig:
- Viel trinken (Wasser, ungesüßte Tees)
- Auch mal ein Eis zur Abkühlung
Pausen einlegen – für Körper und Kreislauf
Wenn Kinder müde oder quengelig werden, heißt es: Strandpause.
Gute Erholung bringt:
- Mittagsschlaf im abgedunkelten Raum
- lauwarmes Duschen oder Baden
- Bei leichten Beschwerden: Elektrolytlösungen oder Sportgetränke
- Bei leichter Rötung: kühlende After‑Sun‑Lotion
- Bei stärkeren Verbrennungen: ggf. kortisonhaltige Creme nach ärztlichem Rat
Ziel ist, dass es gar nicht erst zu Sonnenbrand kommt.
Lebensgefahr Wasser: Kinder nie aus den Augen lassen
Jedes Jahr ertrinken Kinder an deutschen Küsten.
Dr. Hoek mahnt eindringlich:
„Kinder im Vorschulalter dürfen am Wasser niemals unbeaufsichtigt sein.“
Besonders gefährlich für Kleinkinder:
Schon 10 cm Wasserhöhe reichen für eine lebensbedrohliche Situation.
Denn kleine Kinder besitzen noch nicht den Reflex, den Kopf anzuheben. Sie versuchen stattdessen unter Wasser zu atmen.
Wichtig zu wissen:
Schwimmflügel bieten keinen sicheren Schutz.
Zuletzt geändert am 13.02.2026
Bettina Levecke ist freie Journalistin aus der Nähe von Bremen. Ihre Themenschwerpunkte sind Gesundheit, Familie und Nachhaltigkeit.