Diese 7 Unverträglichkeiten sollten Sie kennen!
Diese 7 Unverträglichkeiten sollten Sie kennen!
Immer mehr Kinder sind von Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien betroffen. Wer die Symptome frühzeitig erkennt, kann seinem Kind viele Unannehmlichkeiten ersparen.
Häufige Lebensmittelunverträglichkeiten bei Kindern – Übersicht als Tabelle
| Lebensmittel | Typische Symptome / Hinweise | Besonderheiten & Tipps |
|---|---|---|
| Fructose | Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen | Kommt häufig in Obst, Säften, Limonade, Süßigkeiten vor. Echte Intoleranz sehr selten (ca. 1 von 20.000 Kindern). → Menge beobachten, vor allem bei Trauben, Äpfeln, Trockenfrüchten. |
| Laktose | Blähungen, Durchfall, Bauchkrämpfe | Rund 15 % der Deutschen betroffen. Milchzucker steckt auch in Wurst, Fertigsaucen und Süßigkeiten. → Laktosefreie Produkte testen; kleine Mengen langsam einführen. |
| Gluten | Durchfall, Magenschmerzen, Krämpfe | Zöliakie betrifft ca. 1 von 500 Menschen. Risiko für Nährstoffmangel. → Bei Verdacht ärztliche Abklärung, keine Selbstdiagnose. Gluten steckt in Weizen, Roggen, Gerste. |
| Soja | Brennen/Kribbeln im Mund, Übelkeit, Durchfall, Nesselsucht, Gelenkschmerzen | In vielen Fertigprodukten enthalten (Sojalecithin, Sojaöl, Sojamehl). → Zutatenlisten sorgfältig prüfen, ggf. Allergietest. |
| Nüsse | Kribbeln im Hals bis hin zu schweren Reaktionen (Atemnot, Kreislaufprobleme) | Häufig: Hasel- & Walnuss, weltweit v. a. Erdnuss. → Nüsse immer klar kennzeichnen; bei bekannter Allergie Notfallmedikamente bereithalten. |
| Histamin | Hautrötungen, Durchfall, Kopf- und Gliederschmerzen | Abbaustörung oft angeboren. Enthalten in Wurst, Bananen, Tomaten, Spinat, alten Käsesorten. → Symptome genau beobachten, besonders bei Mischgerichten. |
| Glutamat | Mundtrockenheit, Brennen, Hitzegefühl, Herzklopfen, Übelkeit | Geschmacksverstärker in vielen Fertigprodukten („Chinarestaurant-Syndrom“). → Möglichst frisch kochen, um Beschwerden zu vermeiden. |
Warum reagieren Kinder so unterschiedlich?
- Individuelle Toleranz: Manche Kinder vertragen kleine Mengen problemlos, andere gar nicht.
- Lebensmittelkombinationen: Mehrere kritische Zutaten zusammen können Beschwerden verstärken.
- Alter: Babys und Kleinkinder reagieren oft sensibler als Schulkinder.
Praktische Tipps fĂĽr Eltern
1. Beobachten und dokumentieren
Ein Ernährungstagebuch hilft, Muster zu erkennen (Was wurde gegessen? Welche Beschwerden traten auf?).
2. Neue Lebensmittel langsam einfĂĽhren
Immer nur kleine Mengen – besonders bei bekannten Allergieauslösern.
3. Zutatenlisten prĂĽfen
Viele Allergene verstecken sich in Fertigprodukten als Zusatzstoffe oder Bindemittel.
4. Arztbesuch bei starken Reaktionen
Bei Atemnot, massivem Hautausschlag oder Kreislaufproblemen sofort ärztliche Hilfe rufen.
5. Kinder einbeziehen
Erkläre altersgerecht, warum manche Lebensmittel Probleme machen. Das fördert Körperbewusstsein.
Fazit
Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien sind bei Kindern nicht selten, aber gut zu bewältigen, wenn Eltern aufmerksam beobachten und auf Warnsignale reagieren. Mit kleinen Anpassungen im Alltag, einer gezielten Dokumentation und medizinischer Unterstützung lässt sich der Alltag beschwerdefrei gestalten – ohne dass die Freude am Essen verloren geht.
Zuletzt geändert am 13.02.2026
Bettina Levecke ist freie Journalistin aus der Nähe von Bremen. Ihre Themenschwerpunkte sind Gesundheit, Familie und Nachhaltigkeit.