Direkt zum Inhalt

Diese 7 Unverträglichkeiten sollten Sie kennen!

Foto einer GetreideschĂĽtte mit Gerste und Hafer
Entwicklung und Erziehung
© photocrew - Fotolia.de
von Bettina Levecke

Immer mehr Kinder sind von Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien betroffen. Wer die Symptome frühzeitig erkennt, kann seinem Kind viele Unannehmlichkeiten ersparen.

Lesedauer:
4 min

Häufige Lebensmittelunverträglichkeiten bei Kindern – Übersicht als Tabelle

Lebensmittel Typische Symptome / Hinweise Besonderheiten & Tipps
Fructose Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen Kommt häufig in Obst, Säften, Limonade, Süßigkeiten vor. Echte Intoleranz sehr selten (ca. 1 von 20.000 Kindern). → Menge beobachten, vor allem bei Trauben, Äpfeln, Trockenfrüchten.
Laktose Blähungen, Durchfall, Bauchkrämpfe Rund 15 % der Deutschen betroffen. Milchzucker steckt auch in Wurst, Fertigsaucen und Süßigkeiten. → Laktosefreie Produkte testen; kleine Mengen langsam einführen.
Gluten Durchfall, Magenschmerzen, Krämpfe Zöliakie betrifft ca. 1 von 500 Menschen. Risiko für Nährstoffmangel. → Bei Verdacht ärztliche Abklärung, keine Selbstdiagnose. Gluten steckt in Weizen, Roggen, Gerste.
Soja Brennen/Kribbeln im Mund, Übelkeit, Durchfall, Nesselsucht, Gelenkschmerzen In vielen Fertigprodukten enthalten (Sojalecithin, Sojaöl, Sojamehl). → Zutatenlisten sorgfältig prüfen, ggf. Allergietest.
Nüsse Kribbeln im Hals bis hin zu schweren Reaktionen (Atemnot, Kreislaufprobleme) Häufig: Hasel- & Walnuss, weltweit v. a. Erdnuss. → Nüsse immer klar kennzeichnen; bei bekannter Allergie Notfallmedikamente bereithalten.
Histamin Hautrötungen, Durchfall, Kopf- und Gliederschmerzen Abbaustörung oft angeboren. Enthalten in Wurst, Bananen, Tomaten, Spinat, alten Käsesorten. → Symptome genau beobachten, besonders bei Mischgerichten.
Glutamat Mundtrockenheit, Brennen, Hitzegefühl, Herzklopfen, Übelkeit Geschmacksverstärker in vielen Fertigprodukten („Chinarestaurant-Syndrom“). → Möglichst frisch kochen, um Beschwerden zu vermeiden.

Warum reagieren Kinder so unterschiedlich?

  • Individuelle Toleranz: Manche Kinder vertragen kleine Mengen problemlos, andere gar nicht.
  • Lebensmittelkombinationen: Mehrere kritische Zutaten zusammen können Beschwerden verstärken.
  • Alter: Babys und Kleinkinder reagieren oft sensibler als Schulkinder.

Praktische Tipps fĂĽr Eltern

1. Beobachten und dokumentieren

Ein Ernährungstagebuch hilft, Muster zu erkennen (Was wurde gegessen? Welche Beschwerden traten auf?).

2. Neue Lebensmittel langsam einfĂĽhren

Immer nur kleine Mengen – besonders bei bekannten Allergieauslösern.

3. Zutatenlisten prĂĽfen

Viele Allergene verstecken sich in Fertigprodukten als Zusatzstoffe oder Bindemittel.

4. Arztbesuch bei starken Reaktionen

Bei Atemnot, massivem Hautausschlag oder Kreislaufproblemen sofort ärztliche Hilfe rufen.

5. Kinder einbeziehen

Erkläre altersgerecht, warum manche Lebensmittel Probleme machen. Das fördert Körperbewusstsein.


Fazit

Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien sind bei Kindern nicht selten, aber gut zu bewältigen, wenn Eltern aufmerksam beobachten und auf Warnsignale reagieren. Mit kleinen Anpassungen im Alltag, einer gezielten Dokumentation und medizinischer Unterstützung lässt sich der Alltag beschwerdefrei gestalten – ohne dass die Freude am Essen verloren geht.

Zuletzt geändert am 13.02.2026

Beitrag teilen:
Themen:
Unverträglichkeit
Allergien
Resistenzen
Fructose
Laktose
Gluten
Histamin
Bauchschmerzen
Ăśbelkeit
Ăśber den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Bettina Levecke

Bettina Levecke ist freie Journalistin aus der Nähe von Bremen. Ihre Themenschwerpunkte sind Gesundheit, Familie und Nachhaltigkeit.

Weitere Beiträge lesen