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Ich mag das nicht! - Kochen in der Familie

Foto eines vollen Einkaufswagens
Entwicklung und Erziehung
© Eisenhans - Fotolia.de
von Manon Sander

Die meisten Eltern kennen das. Kaum steht das Essen auf dem Tisch, fangen die Kinder an zu meckern. Sie mögen das eine nicht und das andere schon gar nicht. Sie möchten lieber am Abend ein Marmeladenbrot haben und zum Frühstück Nudeln. Beim Mittagessen hingegen werden vorsichtig aber fachmännisch die Erbsen aus der Soße gesucht.

Lesedauer:
4 min

Spagat zwischen Rücksichtnahme und Extrawurst

Eltern möchten ihre Kinder gesund und ausgewogen ernähren, gleichzeitig aber niemanden zum Essen zwingen, den er oder sie nicht mag. Klar ist jedoch: Nicht für jeden in der Familie kann extra gekocht werden.


Kinder an Neues gewöhnen

Es gibt kein Gericht, das allen schmeckt – jeder Mensch hat eigene Vorlieben und Gewohnheiten. Kinder können jedoch schrittweise an verschiedene Nahrungsmittel herangeführt werden:

  • Neue Lebensmittel zunächst in kleinen Mengen anbieten

  • Probieren lassen, ohne Zwang

  • Wenn es schmeckt, darf sich das Kind nachnehmen

  • Gerichte immer wieder als „neu“ vorstellen, da sich Geschmack über die Zeit verändert

So lernen Kinder, dass verschiedene Lebensmittel etwas Positives sind.


Fertigprodukt oder selbst kochen?

Fertigprodukte für Kinder gibt es viele, doch ihre Qualität variiert:

  • Viele sind zu süß, fettig oder salzig

  • Bei Kleinkindern ist zu viel Salz besonders problematisch

  • Fertigprodukte können durch selbst zubereitete Mahlzeiten ersetzt werden, z. B. Pizza oder Hamburger

  • Für kleine Kinder kann das Mittagessen der Erwachsenen oft einfach angepasst oder zerkleinert werden

Lebensmittel werden in Deutschland streng geprüft, sodass Sicherheit gewährleistet ist, dennoch lohnt sich das gemeinsame Kochen.


Essen attraktiv machen

Kinder essen oft lieber, wenn das Essen optisch ansprechend ist:

  • Gemüse und Obst in lustige Figuren oder Gesichter verwandeln

  • Brote mit Quark und Gemüse dekorieren

  • Früchtequark mit bunten Streuseln anrichten

  • Pürierte Gemüsesuppen mit Kräutern und Gesichtern aufpeppen

  • Rohkost- und Obstteller mundgerecht vorbereiten, z. B. Brokkoli-, Blumenkohl-, Möhren- oder Paprikastücke

So wird das Essen zu einem Spaß- und Entdeckungsfest für Kinder.


Kinder in die Essensvorbereitung einbeziehen

Kinder essen besser, wenn sie:

  • Mahlzeiten mitgestalten dürfen

  • Beim Einkaufen helfen

  • Bei der Zubereitung mitwirken

Dabei können fantasievolle Namen für Gerichte erfunden werden, z. B. „Alles-muss-weg-Suppe“ oder „Gartendurcheinander“.


Kleine Portionen und richtiges Sättigungsgefühl

Kinder neigen dazu, sich zu viel auf den Teller zu laden. Eltern können helfen, indem sie:

  • Kleine Portionen anbieten

  • Kinder nicht zwingen, alles aufzuessen

  • Natürliches Sättigungsgefühl respektieren

  • Auf Essensreste achten, ohne Druck auszuüben


Getränke zum Essen

  • Milch ist eher eine kleine Mahlzeit, nicht nur ein Getränk

  • Besser geeignet sind Wasser, Schorle oder Tee

  • Regelmäßiges Trinken unterstützt das Sättigungsgefühl und die Gesundheit


Umgang mit wählerischen Essern

Manche Kinder bleiben bis ins Teenageralter wählerisch:

  • Ein Extrateller für ungeliebte Lebensmittel kann helfen

  • Meckern über Essen sollte verboten sein, um die Stimmung am Tisch zu schützen

  • Kinder sollten nicht für das Essen belohnt werden

  • Regeln aufstellen: Wer etwas nicht mag, kann sich alternativ Brot, Obst oder Käse nehmen

So wird eine gesunde Esskultur gefördert, ohne dass Kinder unter Druck geraten.

Einige Link-Tipps:

» Leckere Rezepte für Kinder.
» Ein paar Tipps für gesunde Pausenbrote.

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Über den Autor/die Autorin
Foto der lernando-Autorin Manon Sander

Manon Sander ist Mutter von 6 Kindern und außerdem Autorin für Fach- und Kinderbücher.

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