Über den Autor/die Autorin

Manon Sander

Manon Sander ist akademische Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe. Vorher hat sie an Schulen (Grundschule, Realschule und Universität) in NRW unterrichtet. Die Mutter von 6 Kindern zwischen 5 und 18 Jahren ist außerdem Autorin für Fach- und Kinderbücher.


Basteln zu Ostern

von Manon Sander



© maxi - Fotolia.de
Ostern ist das erste Fest im Frühjahr bei dem man sich darauf freut, die warmen Sonnenstrahlen draußen zu spüren. Draußen wird es bunt, überall blüht es. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, dass auch ins Haus bunte Farben einziehen. Es gibt viele Möglichkeiten mit den Kindern gemeinsam das Haus für den Osterhasen vorzubereiten und vielleicht noch das ein oder andere Geschenk zu basteln.

Ich schenke dir ...

... einen kleinen Garten. Ganz schnell und einfach können bunte Kresseköpfe hergestellt werden. Dazu werden gekochte Eier mit Ostereierfarben angemalt und dann vorsichtig geöffnet. Ungefähr die Hälfte der Eischale sollte stehen bleiben. Diese Schale wird dann mit Watte ausgelegt. Danach werden Kressesamen hineingefüllt. Wenn die Eier nun gegossen werden, dann sprießen schon nach einem Tag die ersten Keime und nach wenigen Tagen kann geerntet werden. Wer mehr möchte, der kann auch eine eckige Butter- oder Quarkpackung mit bunter Pappe bekleben und die Saat hineinfüllen.

Welches Tier ...

... legt jeden Tag ein Ei? Das ist natürlich das Huhn. Eine bunte Henne lässt sich leicht basteln. Dazu werden folgende Materialien benötigt: ein Luftballon, einfarbiges Seidenpapier, Tapetenkleister und bunte Tonkartonreste. Der Ballon wird aufgepustet und mit dickflüssigem Kleister rundherum eingeschmiert. Dann wird das Seidenpapier in kleine Stücke gerissen und auf den Ballon geklebt. Dabei wird rund um den Knoten ein winziges Loch gelassen. Es sind ungefähr 4 Schichten und sehr viel Kleister erforderlich. Die Henne muss dann zwei bis drei Tage trocknen. Der Ballon wird vorsichtig zum Platzen gebracht und kann einfach herausgezogen werden. Danach können Augen und Schnabel aus Tonkarton aufgeklebt werden. Füße können an Beinen aus Hexentreppen (ein Video dazu gibt es hier) geklebt werden.

Ganz aus der Natur ...

... kommen diese Eierfarben. Dazu wird der zubereitete Farbsud aufgekocht und die gekochten Eier ungefähr eine halbe Stunde in den kalt werdenden Sud gelegt. Gibt man Essig hinzu, dann werden die Farben ein wenig heller; Alaunpulver (aus der Apotheke) intensiviert die Farben. Mit ein wenig Speiseöl abgerieben, glänzen die Eier besonders schön.
Für zwei Liter Wasser braucht man diese Mengen, bitte zerkleinern:
500g Gemüse oder Frischpflanzen (Kochzeit: 40 Minuten) // 70g Blüten, Blätter oder Beeren (einige Stunden einweichen lassen; Kochzeit: 60 Minuten) // 50g Tee oder Kaffee (30 Minuten)
Mit folgenden Naturstoffen kann man färben:
Rot (roter Malventee, schwarze Johannisbeere, Rotkohlblätter, Rote Beete)
Blau (Heidelbeeren, Holunderbeeren)
Grün (Brennnesselblätter, Holunderblätter, Schachtelhalmkraut, Spinat, Petersilie)
Gelb (Apfelbaumblätter, Safran, Kamillenblüten)
Orange (Möhren)
Braun (Tee, Kaffee, Zwiebelschalen)

Aus Wollresten ...

... entstehen Küken und Käfer. Wollreste in rot und schwarz können zu einem Marienkäfer gebastelt werden. Zwei gelbe Kugeln werden zu einem kleinen Küken. Die Ponpons (Anleitung in diesem Video) für die Käfer werden an einer Stelle mit ein wenig schwarzer Wolle umwickelt und der Rest mit roter Wolle. Die Ponpons werden noch geschnitten, damit alle Fäden gleichmäßig lang sind und schön rund. Danach werden dem Käfer Beine aus Pappe angeklebt und Punkte. Das Küken bekommt einen Schnabel und zwei Beine.

Wissenswertes über das Osterfest

Sicherlich werden die Kinder fragen, warum wir Ostern feiern. Wie so vieles hat Ostern auch mehrere Ursprünge. Zum einen gibt es den christlichen Ursprung. Am Karfreitag gedenken wir der Kreuzigung Jesu. Ostersonntag feiern wir seine Auferstehung. Dass dies mit einem besonderen Frühstück gefeiert wird, ist noch zu erklären, doch warum gibt es Eier und wieso bringt diese der Hase? Die Eier zu Ostern sind entstanden, da Ostern gleichzeitig das Ende der Fastenzeit bedeutet. Solange gefastet wurde, durften keine Eier gegessen werden – doch was sollte man mit den vielen Eiern machen, die die Hühner legten? Wurden sie roh aufbewahrt, so verdarben sie sehr schnell. Gekocht waren sie viel länger haltbar. Irgendwann hat man dann angefangen, diese Eier bunt zu färben, um das Ende wirklich feiern zu können. Der Hase hat wahrscheinlich keinen biblischen Ursprung. Verschiedene Tiere haben zunächst regional unterschiedlich die Eier verteilt. In der Schweiz gab es zum Beispiel den Kuckuck und in Westfalen einen Osterfuchs. In Thüringen war es ein Storch und in Böhmen ein Hahn. Inzwischen hat sich jedoch der Hase weitestgehend durchgesetzt.

Weitere heidnische Bräuche zu Ostern sind Osterfeuer oder auch Osterräder, die brennend von einem Berg hinabgerollt werden. Mit all diesen Aktionen soll der Winter ausgetrieben werden und um eine ertragreiche Ernte für den kommenden Sommer und Herbst gebeten werden.

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