Über den Autor/die Autorin

Alexandra von Plüskow - Kaminski

Alexandra von Plüskow-Kaminski ist Grundschullehrerin. Sie arbeitet in Abordnung des Landes Niedersachsen als Bildungskoordinatorin der Bildungslandschaft Heidekreis. Sie verfasst Beiträge zu vorschulischen und schulischen Themen und ist als Lehrbeauftragte in der Lehrkräfteausbildung tätig. Derzeit absolviert sie eine berufsbegleitende Ausbildung zur systemischen Coachin und Prozessbegleiterin.

Yoga mit Kindern - Was Eltern hierzu wissen sollten

von Alexandra von Plüskow - Kaminski



© patrick - Fotolia.de
Sie selbst praktizieren Yoga und möchten Ihr Kind behutsam an diese Übungen heranführen? Oder aber in der Einrichtung Ihres Sprösslings wird ein Yogakurs für Kinder angeboten? Was Sie über Kinderyoga wissen sollten, nennt der folgende Beitrag.

Yoga für Kinder

Yoga stammt aus dem Indischen und ist dort seit jeher eine Lehre, um Körper, Geist und Seele zu einer Einheit zu bringen. Das bewusste Atmen gehört mit zu den Übungen, die im Sinne der Yogalehre praktiziert werden. Die Übungen, die in Deutschland häufig gelehrt werden, gehen zurück auf eine neuere Form des Yoga, die etwa seit dem 19. Jahrhundert vermittelt wird. Inzwischen gibt es vielerorts Yoga-Angebote, sei es in Form von freien, spezialisierten Anbietern oder auch in Einrichtungen wie beispielsweise den Familienbildungsstätten oder auch in Sportvereinen.
Seit einiger Zeit ist der Begriff „Kinderyoga“ in aller Munde. Yoga für Kinder wird ebenfalls in öffentlichen und privaten Einrichtungen angeboten und auch in manchen Institutionen wie Kindergärten und Grundschulen.

Spielerisch

Spielerisch lernen Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter die einzelnen Übungen. Sie führen diese nicht so lange aus wie Erwachsene. Das liegt einerseits an ihrem Körperbau und andererseits daran, dass die Wirkung des Yoga bei Kindern rascher eintritt.
Neben klassischen Übungen wie dem Sonnengruß oder der Katze spielen die Kinder kleine Geschichten nach, in die die Yogaübungen gekonnt verpackt wurden. So gehen sie etwa gemeinsam auf Piratenjagd oder sie erkunden mit Pippi Langstrumpf die Umwelt. Diese Form des Yoga garantiert die Freude, sodass Yoga durchaus zu einer sportlichen Ertüchtigung für Ihren Nachwuchs werden kann.
Die Entspannungsübungen dauern zwar auch nicht so lange wie die der erwachsenen Yogis, doch soll diese Erholung nicht zu kurz kommen. Zur Entspannung legen sich die kleinen Yogaschülerinnen und Yogaschüler auf ihre Matte und reisen unter Anleitung durch ihren Körper oder hören einfach einer kleinen Entspannungsgeschichte zu. Auch das Lauschen in den stillen Raum wird häufig geübt.

Für wen eignet sich Yoga?

Grundsätzlich gilt – Yoga eignet sich für jedes Kind. Sollten Sie Bedenken haben, dass die Übungen schädlich für die Gesundheit Ihres Kindes sein könnten, so sichern Sie sich zusätzlich beim Kinderarzt ab. Yoga hilft einerseits, eine körperliche Stabilität zu erarbeiten und aufzubauen - und andererseits fördert es auch die geistige Stabilität und die Konzentration sowie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes. Es bietet Ihrem Kind wirksame Möglichkeiten, sich selbst zu beruhigen - dies kann beispielsweise hilfreich bei Prüfungsangst sein. Übungen, die allein durchgeführt werden, fördern das Körper- und Selbstgefühl Ihres Kindes, währenddessen Übungen, die die Kinder gemeinsam praktizieren, das Einfühlungsvermögen trainieren.

Mein Kind möchte Yoga für Kinder machen, was kann ich tun?

Zunächst einmal könnten Sie in der Einrichtung Ihres Kindes nachfragen, ob diese Kurse dort angeboten werden. Ist dies nicht der Fall, so erkundigen Sie sich in Ihrer Umgebung nach öffentlichen und privaten Anbietern.
Im Allgemeinen können Sie aber auch mithilfe von Büchern und DVDs gemeinsam mit Ihrem Kind Yoga zu Hause praktizieren. Hierfür sollten Sie keine feste Trainingszeit anberaumen, sondern ganz nach Bedarf üben. Wenn Ihr Kind Lust zu den Übungen hat, sollten Sie gemeinsam in bequemer Kleidung in einem ruhigen Raum praktizieren. Gut ist es, wenn Sie sämtliche Störquellen ausschalten können - so etwa das Radio, den Fernseher, eine laufende Spülmaschine und auch Lärm aus der Wohnung oder aus der Umgebung. Soweit es Ihnen möglich ist, sollten Sie beide eine Yogamatte verwenden. Kinderyoga hilft bereits Kindern im Vorschulalter, sich zu entspannen, Ängste abzubauen und die Konzentration aufzubauen. Die Übungen fördern die Durchblutung und auch die Abwehrkräfte Ihres Kindes. Ganz nebenbei übt es sich in seinen Koordinationsfähigkeiten und schult seine Fantasie.

Literatur:

Ursula Karven: Sina und die Yogakatze. Rororo. 2008

Sonja Zernick: Komm, wir machen Yoga!: Die schönsten Partnerübungen für Eltern und Kinder. Mit CD. Südwest Verlag. 2013

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