Über den Autor/die Autorin

Manon Sander

Manon Sander ist akademische Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe. Vorher hat sie an Schulen (Grundschule, Realschule und Universität) in NRW unterrichtet. Die Mutter von 6 Kindern zwischen 5 und 18 Jahren ist außerdem Autorin für Fach- und Kinderbücher.


Mit kleinen Weihnachtsgeschenken eine große Freude bereiten

von Manon Sander



© A_Lein - Fotolia.com
Weihnachten naht und es gibt viele Menschen, bei denen man sich bedanken möchte. Da sammelt sich im Laufe des Jahres eine Menge an, gerade dann, wenn man Kinder hat. Da sind die Erzieher/innen im Kindergarten oder in der Betreuung, die Lehrer/innen, die nette Nachbarin, die immer ein paar Eier hat, wenn man sie braucht. Die Freundin, die das Kind mittags mitnimmt, wenn die Zeit knapp wird, der Tankwart, der geholfen hat das Rad am Kinderwagen und Fahrrad wieder aufzupumpen. Die Arbeitskollegin, die geholfen hat, als die Lampe im Kinderzimmer durchgebrannt war und geschickt genug war, die alte Glühlampe aus der Fassung zu drehen sowie der Vater vom Freund, der großflächig die Wunde mit vielen Pflastern abklebte, als beim Toben der Schrank im Weg war.

Die Liste könnte man noch unendlich fortsetzen, doch was macht man mit all den netten Menschen? Blumen könnten eine Lösung sein, doch selbst kleine Sträuße können schon eine Menge kosten, wenn man mehrere davon benötigt. Süßigkeiten gibt es zu Weihnachten sowieso viel zu viel. Die Frage ist dann ja auch, was angemessen ist.

Etwas vom Kind?

Sollte das Kind ein Bild malen, das dann schön dekorativ an der Wand Platz findet und bei jedem Besuch begutachtet werden kann? Vielleicht eher nicht, denn während Eltern und Kind super stolz auf das Kunstwerk sind, ist der Beschenkte vielleicht doch nicht so begeistert und in der Designerwohnung ist das Kunstwerk gar nicht so beliebt. Fotos von den Kindern können bei Großeltern und vielleicht noch bei nahen Verwandten und Paten gut ankommen – ansonsten hängt man sich doch lieber die Bilder der eigenen Kinder auf.

Was dann?

Toll sind eigentlich kleine Aufmerksamkeiten, die nicht viel kosten und die man verbrauchen kann. So bringt man niemanden in die Verlegenheit, etwas lange aufbewahren zu müssen und man zeigt, dass man an ihn gedacht hat.

Super toll passen Kerzen zur Jahreszeit. Aus Bienenwachs kann man kleine Kerzen formen, einen Docht (z. B. aus einer alten Kerze) hinzufügen und in eine halbe Walnussschale geben und festdrücken. Aus Wachsresten (im Wasserbad geschmolzen) kann eine neue Kerze gegossen werden. Ganz interessant ist es auch ein Teelicht zu nehmen, den Wachs aus der Schale zu entfernen, Docht und Wachs zu trennen und dann eine kleine Botschaft auf dem Boden unter dem Wachs zu verstecken. Wird das Teelicht angezündet, dann erscheint irgendwann die Botschaft.

Oder backen Sie ganz einfache Kekse und verzieren Sie diese mit den Kindern gemeinsam. Vier bis fünf Kekse in einer Serviette verpackt sind als kleine Aufmerksamkeit passend.

Auch selbstgemachte Marmelade, in gesammelten Gläsern abgefüllt, ist ein tolles Geschenk.

Reicht das?

Wenn Sie mit dem Geschenk „Danke“ sagen möchten, so ist es durchaus angemessen, eine solche Kleinigkeit mit einer Karte (oder auch nur mit einem kleinen Anhänger) zu verschenken. Es geht ja nicht darum, große Geschenke zu machen oder ein Gegengeschenk damit anzufordern, sondern einfach darum sich für die Hilfe zu bedanken.

Karten?

Weihnachtskarten können durchaus von Kindern gestaltet werden. Hierbei ist ja keine Erwartung auf ewige Aufbewahrung gegeben. Im Text kann man sich auch noch einmal für das bedanken, was man immer schon mal sagen wollte.
Passende Weihnachtsgedichte finden Sie übrigens hier.

Viel Spaß beim Beschenken!

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