Über den Autor/die Autorin

Ulrike Lindner

Ulrike Lindner hat Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste, Berlin, studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin, Werbetexterin und Moderatorin und lebt mit Mann und zwei Kindern in Wolfenbüttel.

Effektiv aufs Abi vorbereiten

von Ulrike Lindner



© CandyBox Images - Fotolia.de
Auf die Plätze, fertig, Abi! Für viele Schülerinnen und Schüler stellt das Abitur das große Ziel ihrer Schullaufbahn dar, auf das sie seit Jahren hinarbeiten - dann steht es plötzlich unmittelbar bevor. Allerdings ist spätestens mit Eintritt in die Sekundarstufe II das Thema allgegenwärtig. Schon von jetzt an fließen viele Noten direkt in die Abiturnote mit ein. Als große Bewährungsprobe steht in der zweiten Hälfte des 12. Schuljahres dann die schriftliche und mündliche Abiturprüfung im Kalender.

Die gute Nachricht: Wer rechtzeitig damit beginnt, systematisch zu lernen, kann durchaus gelassen in die Prüfung gehen. In der Regel halten die allermeisten Schülerinnen und Schüler auch im Abitur in etwa das Notenniveau der vorherigen Zeit. Trotzdem ist das Abitur natürlich etwas ganz Besonderes: Innerhalb kürzester Zeit werden jetzt Prüfungen geschrieben, die von großer Bedeutung für den weiteren Ausbildungs- und Lebensweg sind. Der Stressfaktor ist deshalb für alle beträchtlich, auch für Einser-Kandidaten.

Für eine gute Vorbereitung hier die besten Tipps aus der Praxis:

Rechtzeitig anfangen

Es mag klingen wie eine Binsenwahrheit, aber bei der Abiturvorbereitung gehört ausreichend Zeit tatsächlich zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Spätestens sechs Wochen vor den Prüfungen sollte das Lernen deshalb Priorität haben und andere Herausforderungen (wie Führerscheinprüfung oder ähnliches) sollten in den Hintergrund rücken.

Material sammeln

Jeder weiß es und doch schiebt man die Erkenntnis gern von sich - das Abitur wird in Klasse 12 über Themen der kompletten Sekundarstufe II geschrieben. Deshalb ist es sinnvoll, schon im 11. Jahrgang Mappen und Unterrichts-Mitschriften, Referate und Arbeitsblätter ordentlich zu sammeln und auch bei der Klausurvorbereitung extra sorgfältig vorzugehen - exakt diese Unterrichtseinheit könnte schließlich in der Abiturprüfung vorkommen.

Genauso wichtig: In den Wochen vor der Prüfung außerdem weitere verfügbare Literatur sichten! Verschiedene Verlage bieten Abi-Trainer für jedes Bundesland an, die original oder vergleichbare Klausur-Aufgaben der letzten Jahre enthalten. Wer diese bearbeitet, entwickelt ein gutes Gefühl für die Art der gestellten Aufgaben und für den Umfang des Stoffs. Besonders hilfreich ist es, diese Probe-Klausuren auch mindestens einmal in "Echtzeit" zu bearbeiten, um ein Gefühl für die Zeit zu bekommen.

Lernplan aufstellen

Systematisch lernen ist die halbe Miete! Zu Beginn der Lernphase sollte daher jeder einen individuellen Plan mit Lernzeiten und Zielen aufstellen. Ist der Stoff in "Häppchen" unterteilt, fällt es gleich leichter mit dem Lernen zu beginnen. Zusätzlicher Vorteil: Schon durch das Planen wird viel gelernt, weil man dabei eine Struktur der Inhalte herausarbeitet und Themengebiete übersichtlich gliedert.

Gemeinsam lernen

Die meisten Abiturienten empfinden Lerngruppen als große Unterstützung. Auch wer sich zuvor meist allein vorbereitet hat, sollte der Gruppe daher eine Chance geben. In Lerngruppen fällt es leichter, sich zu motivieren, steigt die Lerndisziplin, findet sich immer jemand, der einem erklärt was nicht verstanden wurde und kommt auch der Spaß nicht zu kurz.

Für sich sorgen: Pausen, Ausgleich, Ernährung, Sport

Trotz Stress und Leistungsdruck sollte auch in den anstrengenden Wochen vor dem Abi das Vergnügen nicht zu kurz kommen. Regelmäßige Pausen helfen, den Kopf wieder frei zu bekommen (Faustregel: maximal 90 Minuten lernen, dann eine Pause einlegen!). Gute, gesunde Ernährung liefert Energie für Kopf und Körper. Und Ausgleich durch Sport, Freizeit mit Freunden oder ein Hobby machen die nächste Lernphase gleich viel effektiver. Der Hintergrund: Gelernt wird im entspannten Zustand am besten! Stress und Angst dagegen sind klassische Lernbremsen und sollten daher unbedingt ausgebremst werden.

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