Über den Autor/die Autorin

Jörg Sauer

Jörg Sauer ist ausgebildeter Grundschullehrer und unterrichtet seit über 20 Jahren an einer Schule. Sein Anliegen ist es, den Unterricht möglichst umweltnah und praxisorientiert zu gestalten. Ihm ist es wichtig, Schülerinnen und Schülern mit pädagogischer Begleitung möglichst früh ihrem Alter entsprechende Eigenverantwortung zu übertragen, um ihre Freude am Lernen zu wecken und soziale Kompetenzen zu stärken. Dabei sollte der Blick auf die so genannten kleinen Dinge nicht vergessen werden. Neben der Lehrertätigkeit führte er in den vergangenen Jahren zahlreiche Weiterbildungen über die Nutzung von Neuen Medien im Unterricht durch.

Schulwahl und -wechsel

von Jörg Sauer



© Gorilla - Fotolia.de
Jedes Jahr stellt die Entscheidung über den Wechsel in eine weiterführende Bildungseinrichtung nach dem Ende der Grundschule Kinder, Eltern und Lehrkräfte vor eine große Herausforderung. Es werden mit dieser schon in großem Maße die Weichen für die Zukunft gestellt. Der folgende Beitrag möchte Anregungen geben, um die schwierige Entscheidung erleichtern zu helfen.

Grundschule ade, was nun?


Schulwechsel innerhalb einer Schulart

Unsere heutige moderne Gesellschaft befindet sich in ständiger Bewegung. Mit ihr gehen Neuerungen einher, die viele Menschen betreffen. Denen müssen sie sich stellen.
Private oder berufliche Veränderungen der Eltern sind häufig mit Ortswechseln verbunden. Diese bestimmen auch das Leben der Kinder völlig neu. Oft wird dieses das ein oder andere Mal nicht mit dem notwendigen Maß bzw. Fingerspitzengefühl betrachtet. Das eigene Kind sollte – entsprechend seinem Alter – in den Prozess mit eingebunden werden. Nichts ist schädlicher, als Veränderungen zu erahnen oder sie erst durch Dritte zu erfahren.
Die Kinder verlassen ihre gewohnte Umgebung und erleben:
  • ein völlig neues Wohnumfeld,
  • eine neue Schule,
  • einen anderen Schulweg:
    -zu Fuß, per Bus, Bahn, mit dem Fahrrad
    -der zeitliche Umfang des Weges ist verändert,

  • neue Lehrerinnen und Lehrer:
    -Altersstruktur des Lehrerteams
    -weibliche und männliche Lehrkräfte.


Sie kommen in eine neue Klasse und lernen neue Mitschülerinnen und Mitschüler kennen. Entsprechend der Aufgeschlossenheit und dem Charakter der Einzelnen gelingt eine rasche Integration in Klasse und es bilden sich neue Freundschaften. Dieser Prozess hängt aber auch in großem Maße von der Bereitschaft der Kinder und der Lehrkräfte ab, das „neue“ Kind mit „offenen Armen“ zu empfangen. Vor allem der Klassenleiter sollte die Entwicklung beobachten und ggf. behutsam eingreifen.
Aus meiner Sicht ist ein erstes persönliches Gespräch- am besten vor dem Schulwechsel- zwischen Eltern und Klassenlehrer von enormer Bedeutung. Neben dem neuen Schulalltag, der auch das Arbeiten mit neuen Büchern und Materialien einschließt, ist es besonders wichtig, wie sich das Kind in dem neuen Wohnumfeld zurechtfindet. Das schließt u. a. solche Aspekte, wie:

  • altersgemäße Spielpartner in der unmittelbaren Nachbarschaft,
  • das Vorhandensein von Spielmöglichkeiten im Freien,
  • mögliche Freizeitaktivitäten

  • -Sportverein,
    -Arbeitsgemeinschaften
    -Musikschule,… ein.


Eine Checkliste kann helfen, wichtige Dinge beim Schulwechsel zu beachten.

Tipp: Beobachten Sie besonders in den ersten Tagen und Wochen Ihr Kind genau, um rechtzeitig reagieren zu können.

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