Über den Autor/die Autorin

Ulrike Lindner

Ulrike Lindner hat Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste, Berlin, studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin, Werbetexterin und Moderatorin.

Alle Jahre wieder - Beliebte Advents- und Weihnachtsrituale

von Ulrike Lindner



© Ramona Heim - Fotolia.de
Ob Adventskranz, Strümpfe am Kamin oder Nikolausstiefel vor der Tür – Rituale, die uns jedes Jahr wieder begegnen, machen die Vorweihnachtszeit erst richtig schön. Oft stammen die Bräuche, die innerhalb von Sekunden Weihnachtsstimmung auslösen, aus der eigenen Kindheit. Andere kommen im Lauf der Jahre dazu. Mit den folgenden traditionsreichen Ideen entsteht ein Stück Weihnachtsstimmung, zuhause, in der Kita oder im Klassenzimmer.

Barbara-Blüten

Die heilige Barbara gab diesem Brauch seinen Namen. An ihrem Namenstag, dem 4. Dezember, werden einige Kirschzweige abgeschnitten und ins Wasser gestellt. Bis zum Weihnachtstag blühen die Zweige in der Regel – ein schöner Anblick, der hilft, das Warten zu verkürzen.

Krippenweg

Stellen Sie am 1. Dezember eine Holzkrippe auf und markieren mit 24 Teelichtern (in Gläsern!) oder Kieselsteinen und einer Kerze einen Weg zur Krippe. Die Figuren von Josef und Maria rücken jetzt jeden Tag einen Schritt weiter nach vorn. Dazu morgens immer eine Kerze mehr anzünden (oder die eine Kerze ein Stück weiter rücken) und Maria und Josef einen Schritt näher an die Krippe schieben – bis sie am 24. Dezember angekommen sind. Dieses morgendliche Ritual eignet sich natürlich auch, um gemeinsam eine Geschichte oder ein Gedicht zu hören oder ein Lied zu singen.

Als Alternative zum Krippenweg kann die Weihnachtskrippe jeden Tag mit einer weiteren Figur erweitert werden, bis zum Heiligen Abend (oder Weihnachtsfest in Kita oder Schule) schließlich das neu geborene Christuskind hinzukommt.

Gemeinsames Weihnachtsbild

Wer weiß noch wie es letztes Jahr zu Weihnachten war? Lassen Sie jedes Kind malen oder kleben, was ihm am besten gefallen hat oder woran es sich erinnert und zaubern daraus eine große Weihnachtscollage für die Wand.

Lieder und Geschichten

In Kita oder Grundschule beginnt jeder Tag der Adventszeit mit einem Lied, einer Geschichte oder einem Kreisspiel. Dazu eignet es sich, Geschichten aus anderen Kulturen einzubeziehen. Die Kinder lernen damit, dass nicht alle Menschen Weihnachten feiern, sondern dass Chanukka oder das Zuckerfest ähnliche Bedeutung für Kinder anderer Kulturen haben. Tipp: Lassen Sie Kinder mit entsprechendem kulturellen Hintergrund von ihren Weihnachtsbräuchen erzählen oder bitten Sie deren Eltern zu einer kleinen Erzählstunde in die Gruppe. Feierlich wird der adventliche Tagesbeginn mit Kerzenschein. In der Familie kann dieses Zusammenkommen abends stattfinden.

Adventskalender mit Geschichten und Aktionen

Geschichten, aus denen wir lernen, wie andere Kulturen ihr größtes Fest im Jahr begehen, können statt Süßigkeiten auch einmal in einem Adventskalender stecken. Dazu bunte Säckchen oder kleine beklebte Kästchen zum Adventskalender gruppieren. In jedem Säckchen steckt zum Beispiel eine Geschichte aus einem anderen Land, einige Utensilien wie Weihnachtsstrümpfe aus den USA o.ä. oder vielleicht auch einmal eine typische Süßigkeit zur Weihnachtszeit.

Weihnachtskarton

Ein Stück Weihnachtsfreude für zuhause bringt der Weihnachtskarton aus der Kita. Dafür füllen alle Kinder gemeinsam eine schön beklebte Kiste (z.B. Schuhkarton) mit weihnachtlichen Utensilien wie Kerze, kleines Buch mit Weihnachtsgeschichten, Liederheft, CD mit Weihnachtsliedern, Keks-Rezept, Bastel-Ideen, einem gebastelten Stern für jede Familie zum Behalten und Aufhängen. An jedem Tag der Vorweihnachtszeit darf ein anderes Kind die Weihnachts-Kiste mit nach Hause nehmen und mit der Familie eine schöne Adventsstunde verbringen (Eltern vorher über die Aktion und den Zeitplan informieren).

Briefe an den Weihnachtsmann

Der Weihnachtsmann wohnt bekanntlich am Nordpol. In der Vorweihnachtszeit macht es Freude, einen Brief mit Wünschen an den Weihnachtsmann zu schreiben. Wer das in Kita oder Schule tun möchte, sollte aber vorher mit den Eltern darüber sprechen – sonst bekommt der Weihnachtsmann womöglich doppelt Post von einigen Kindern. So lautet die Anschrift des Weihnachtsmanns: „An den Weihnachtsmann, Weihnachtspostfiliale, 16798 Himmelpfort".

Geschenke geben

Was wäre Weihnachten ohne Geschenke? Dass Geben genauso viel Freude bringen kann wie nehmen, müssen Kinder erst lernen. Mit kleinen Geschenken, die zum Beispiel ins benachbarte Altersheim oder in die Nachbarschaft gebracht werden, mit Basteleien für die Familie oder mit einer Beteiligung von Familie, Kita-Gruppe oder Schulklasse an Aktionen wie „Weihnachten im Schuhkarton“ erleben schon die Kleinen die Freude am Schenken.

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