Hochsensibilität bei Kindern

Einige Kinder reagieren stark empfindlich auf Geräusche, Stimmungen anderer Menschen oder Gerüche. Schon der normale Alltag kann für diese Kinder zur Herausforderung werden. Wenn ihnen eine Situation zu turbulent wird, ziehen sie sich zurück. In Fachkreisen wird dieses ausgeprägte Feingefühl für die Umwelt als Hochsensibilität bezeichnet. Dabei ist Hochsensibilität keine Krankheit, sondern einfach nur eine besondere Veranlagung.

Was ist Hochsensibilität?

Hochsensibilität ist eine Charaktereigenschaft und keine Krankheit. Bei Betroffenen werden alle Reize ungefiltert weitergeleitet. Dadurch nimmt man insgesamt sehr viel mehr von seiner Umgebung wahr. Das kann auch belastend und überfordernd sein.

Was sind Zeichen von Hochsensibilität?

Hochsensibilität zeichnet sich durch spezielle Wahrnehmung aus, die unterschiedlich ausgeprägt - stärker oder schwächer - von den Betroffenen wahrgenommen werden. Dazu zählen:
  • eine vielschichtige oder komplexe Fantasie oder Gedankenkonstrukte
  • eine starke Wahrnehmung eigener Gefühle
  • präzise Selbstreflexion 
  • eine detailreiche, ungefilterte Wahrnehmung der Umwelt
  • Schwierigkeiten beim Umgang mit Stress und Leistungsdruck
  • hohe Begeisterungsfähigkeit
  • hohes Maß an Eigenverantwortung
  • Wunsch nach Unabhängigkeit und Autonomie
  • große Empathie
  • ausgeprägter Gerechtigkeitssinn
  • Schwierigkeiten mit starren Strukturen und Abläufen
  • Perfektionismus
  • Intensives Erleben von Kunst und Musik
  • Beeinflussbarkeit durch die Stimmung anderer Menschen

Wie kann man Hochsensibilität bei Kindern erkennen?


Grundsätzlich sollte hier ein Kinderarzt oder Kinderpsychologe hinzugezogen werden, wenn die oben aufgeführten Bereiche angesprochen werden. Häufig sind die Grenzen dieser Verhaltensweisen fließend. Dennoch gibt es einige Punkte, wo Eltern hellhörig werden könnten:

Hochsensible Kinder hinterfragen frühzeitig Themen wie „Warum lebe ich?“ „Wie funktioniert das Universum und was war davor?“. Von besonderem Interesse ist das Thema „Sterben, Tod und was kommt danach?“. Hochsensible Kinder zeichnen sich dabei auch durch eine sehr genaue sprachliche Ausdrucksweise aus. 

Auch die gut wahrnehmbare große Empathiefähigkeit ist ein wesentlicher Indikator für hochsensible Kinder. Hochsensible Kinder besitzen oft eine große Wahrnehmungsbegabung jenseits des allgemeinen Alltagsverständnisses. Beispielsweise kann das Wahrnehmen der Befindlichkeit anderer Personen im eigenen Körper oder das „Lesen“ von Gedanken anderer zu völliger Überforderung führen. Auch sinnlichen Wahrnehmungen hochsensibler Kinder sind stark ausgeprägt. Vor allem ihr Geschmacks- und Geruchserleben kann sehr auffällig sein, was gerne als extrem bewertet wird.

Die Schmerzempfindlichkeit und die Tendenz zu Hauterkrankungen und Allergien ist erhöht. Es ist hilfreich, wenn sich die Eltern mit der Veranlagung ihres Kindes bewusst auseinandersetzen. Viele Kinder leiden unter ihrer Hochsensibilität, was ein mangelndes Selbstbewusstsein zur Folge haben kann.


Wie kann man mit Hochsensibilität gut leben?


Es gibt keine allgemeinen Aussagen, wie Menschen mit hochsensibler Veranlagung gut leben können, da es sehr unterschiedliche Typen gibt und es keine Pauschalisierungen gibt. Die folgenden Ideen können helfen, mit der Veranlagung zu leben:
  • Bewusstes Annehmen und Akzeptanz der eigenen Veranlagung
  • Ruhephasen einhalten
  • Auf den eigenen Körper achten

Kann man Hochsensibilität testen?

Laut Elaine Aron, der amerikanischen Pionierin der HS Forschung, können Tests auf eine Hochsensibilität hinweisen. Diese sollten jedoch von professionellen Fachkräften durchgeführt und ausgewertet werden. 

Im folgenden finden Sie eine Auswahl an Ratgebern zu dem Thema Hochsensibilität.
Lesen Sie auch unseren Magazinbeitrag: Hochsensible Kinder - wenn der Alltag überfordert.


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