Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie - Magersucht und Bulimia - Empirische Untersuchungen zur Epidemiologie, Symptomatologie, Nosologie und zum Verlauf

Produktinformationen

Maße 29,4 x 42,0 cm
Seiten 316
Verlag Springer, Berlin
ISBN 978-3-642-87391-1
Auflage Softcover reprint of the original 1st ed
Autor Manfred M. Fichter, D. Ploog

Beschreibung

Mit der in den westlichen IndustrieIandern steigenden Zunahme der Magersucht und den ihr verwandten EBstorungen wachst auch die Zahl der wissenschaftlichen Publikationen zu diesem Thema rasch an. Es scheint, als wiichse sich die Magersucht als Prototyp einer psy chosomatischen Erkrankung zu einer Zivilisationskrankheit aus, fUr die bisher weder die somatische noch die psychologische Medizin hinreichende ErkIarungen und Behandlungen zur VerfUgung hat. Die Forschung ist im FluB. Die weit iiberwiegende Zahl der Zeitschrif ten- und BuchverOffentlichungen sind in englischer Sprache erschie nen. Zunehmende Einigkeit besteht darin, daB die AufkJarung der Ursachen, die zur Magersucht fUhren, nur aus einer multidimensio nalen Perspektive gelingen kann. DafUr gibt dieses Buch ein vorziig liches Beispiel. Jede der verschiedenen Perspektiven griindet sich auf sorgfaltige· empirische Untersuchungen des Autors. Das methodische Riistzeug zur Erhebung der Befunde und ihrer Vergleichbarkeit muBte zum Teil erst entwickelt werden. Der Leser bekommt einen Einblick in die Bedeutung soziokultu reller Faktoren fUr die Genese der Magersucht. Die Auswirkungen des Hungerns, insbesondere die bei Iangerer Persistenz·fatalen endo krinen Funktionsstorungen werden umfassend beschrieben und aus den Krankheitsverlaufen prognostische Zeichen entwickelt. Die Ab grenzung verschiedener Formen der EBstorungen mit unterschied licher prognostischer Bewertung bereitet besonders bei der Bulimie - den "FreBattacken" mancher Magersiichtigen oder Normalge wichtigen mit oder ohne postprandial em Erbrechen - groBe Schwie rigkeiten. Die Aufdeckung von Zusammenhangen mit anderen Siichten und wertvolle Zwillingsuntersuchungen des Autors helfen hier weiter. Die bulimische Magersuchtform scheint zuzunehmen; affektive Erkrankungen und Alkoholismus sind in den Familien der Betroffenen hliufiger.