Förderung der Lesemotivation anhand eines kreativen Lesetagebuchs während des durch die Corona Pandemie bedingten Homeschoolings in einer siebten Realschulklasse - Staatsexamensarbeit Neu

Produktinformationen

Schulform
Realschule
Maße 67,1 x 100,0 cm
Seiten 40
Verlag GRIN Verlag
ISBN 978-3-346-28946-9
Autor Emma Püschel

Beschreibung

Examensarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke, Note: 1,3, , Sprache: Deutsch, Abstract: Die Erfahrung des intensiven, lustvollen Lesens entgleitet der heutigen Jugend zunehmend. Digitale Medien stehen bei den meisten Heranwachsenden hoch im Kurs. Die aktuelle PISA Studie aus dem Jahr 2018 zeigt deutlich, dass "es insbesondere an nicht gymnasialen Schularten einen hohen Anteil leseschwacher Jugendlicher, der sowohl im Vergleich zu 2009 als auch im Vergleich zu 2015 bedeutsam angestiegen ist", gibt. Zudem ergab sich in Hinsicht auf die Lesemotivation, "dass im Vergleich zum OECD-Durchschnitt die Lesefreude und das Leseverhalten in Deutschland geringer ausgeprägt sind. Schüler*innen geben an, dass sie über das Lesen vor allem Informationen finden möchten."

Die Ausbildung einer stabilen Lesemotivation beginnt bereits im Kindesalter. Christine Garbe beschreibt zwei 'kritische Entwicklungsphasen' in denen die Ausbildung der Lesemotivation auf stützende Kontexte von außen angewiesen ist. In der ersten Phase der literarischen Initiation nimmt die Familie eine wichtige Rolle ein. Durch Vorlesen, gemeinsames Anschauen
von Bilderbüchern in vertrauten Situationen oder anderen Leseritualen soll eine erste Grundlage für die Ausbildung einer stabilen Lesemotivation gebildet werden. Vor allem in "lesefernen" Familien gestaltet sich dies oft schwierig, weshalb das Lesen in der Grundschule einen bedeutenden Stellenwert in der Ausbildung als Leser hat. Häufig treten Kinder während
der Grundschulzeit als autonome Leser auf und genießen die "kindliche Lesesucht".

Die für diese Arbeit bedeutsamste Phase ist jene, die Garbe als "Lesekrise" zu Beginn der Pubertät bezeichnet. Andere Interessen treten in den Vordergrund, parallel dazu werden zuvor lustvoll rezipierte Lesestoffe langweilig. Die Auswahl von Schulliteratur, die der Interessen- und Geschlechterdifferenziertheit sowie der Individualität der Lernenden Rechnung trägt, ist für den Erfolg der Förderung der Lesemotivation entscheidend.

Das Schaffen von Möglichkeiten, die den Jugendlichen neue Wege in die Welt der Literatur aufzeigen und somit ihre Lesemotivation fördern und erhalten kann dabei von Bedeutung sein. Leseinteresse und die Freude am Lesen hängen unmittelbar mit der Lesekompetenz zusammen: "Umso mehr Freude Jugendliche am Lesen haben, desto höher ist ihre Lesekompetenz und umgekehrt."