Professionalisierungsbedürftigkeit im Kontext von Kindertagesstätten - Eine kritische Diskussion der Erzieher_innenausbildung und Akademisierungsbestrebungen aus Sicht des strukturtheoreti

Produktinformationen

Schulform
Kindergarten
Seiten 36
Verlag GRIN Verlag
ISBN 978-3-346-13202-4
Autor Bastian Leis

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung, Note: 3,0, FernUniversität Hagen, Veranstaltung: M.A. eEducation - Professionalität und Professionalisierung pädagogischen Handelns, Sprache: Deutsch, Abstract: Noch vor der Jahrtausendwende wurden Kindertagesstätten eher als Einrichtung zur Betreuung von Kindern verstanden, ohne dabei einen Bildungsauftrag zu verfolgen. Folglich wurde die notwendige Qualifikation für dort eingesetztes Personal gering eingestuft. Der größte Teil des heute in Kindertagesstätten eingesetzten Personals verfügt über eine dreijährige Fachschulausbildung mit dem Abschluss "staatlich anerkannte_r Erzieher_in". Erkenntnisse der PISA-Studie aus dem Jahre 2000 verdeutlichen jedoch, dass die frühkindliche Bildung im Hinblick auf die Absicherung einer ausreichenden Qualifikation nachwachsender Generationen im schulischen und nachschulischen Bereich von enormer Relevanz ist. Zudem sprechen Forschungsergebnisse aktueller Studien zur frühkindlichen Entwicklung den ersten drei Lebensjahren eine besonders hohe Bedeutung zu und betrachten die frühkindliche Bildung sogar als wesentlichen Schlüssel zum Bildungserfolg und zu mehr Bildungsgerechtigkeit.
Der Anspruch an Kindertagesstätten hat sich im Laufe der Jahre entsprechend gewandelt, von einer einfachen Betreuungseinrichtung hin zu einer Einrichtung, in der es vorrangig um Bildung und Erziehung geht, womit sie sich im akademisierten Handlungsfeld der Pädagogik bewegen.
Im aktuellen wissenschaftlichen Diskurs wird daher in Frage gestellt, ob die Fachschulausbildung den Ansprüchen an heutige Erzieher_innen in Kindertagesstätten mit ihrem höchst relevanten Bildungsauftrag überhaupt noch gerecht wird und diskutiert, ob nicht eher eine wissenschaftlich fundierte akademische Ausbildung notwendig sei. Diese wissenschaftliche Diskussion um die Akademisierung der Erzieher_innenausbildung wird häufig aus Sicht professionstheoretischer Modelle geführt, so auch in der vorliegenden Arbeit. Die vorliegende Arbeit fokussiert sich auf die Perspektive des strukturtheoretischen Professionsansatz von Ulrich Oevermann.

Folgende handlungsleitende Forschungsfrage wird im Verlauf dieser Arbeit kritisch untersucht: "Wie lässt sich das Erzieher_innenhandeln aus strukturtheoretischer Perspektive als professionelles Handeln fassen und welche Relevanz erhält aus dieser Perspektive ein wissenschaftliches Studium im Kontext der Professionalisierung?"