Zeugen Jehovas im sozialen Klassengefüge

Beitrag

Produktinformationen

Produktnummer OD200051000227
Schulform
Förderschule
Erschienen am 15.09.2018
Dateiformat PDF-Dokument
Dateigröße 40,9 kB
Seiten 1
Autoren/Autorinnen Wolfram Cremer

Beschreibung

Die Frage:
In der Lehrerkonferenz diskutiert das Kollegium über den Schüler Benjamin, dessen Familie der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas angehört. Die Lehrer beanstanden, dass Benjamin weder an Klassenausflügen noch an Klassenfahrten teilnehmen darf. Auch kirchliche Feste wie Weihnachten und Ostern werden abgelehnt. Geburtstagsfeiern im Rahmen des Unterrichts im Klassenverband seien ebenso tabu. Benjamin sei, so die einhellige Meinung des Kollegiums, aufgrund der elterlichen Verbote ein Außenseiter. Die Klassenlehrerin stellt die Frage, welche schulischen Handlungsmöglichkeiten bestehen, um Benjamin zu unterstützen.

Die Antwort:
Wenn die Schule der Ansicht ist, dass durch die Erziehung der Eltern das Kindeswohl gefährdet wird, kann sie das Jugendamt einbeziehen (vgl. z.B. § 42 Abs. 6 SchulG NRW). Des Weiteren besteht in allen Bundesländern eine allgemeine Schulpflicht.